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SV Bislich verschenkt einen Erfolg

Lokalsport: SV Bislich verschenkt einen Erfolg
Kapitän Sabri Bulut (rechts) vergab vier gute Chancen für den SV Bislich - links Neuzugang Harutjun Kodak. FOTO: Hermann
Wesel. Der Bezirksliga-Aufsteiger muss sich in der Heimpartie gegen den 1. FC Kleve II mit einem 2:2 begnügen, weil er gut ein Dutzend erstklassiger Chancen vergibt und bei den Gegentreffern in der Abwehr patzt. Von Joachim Schwenk

Der SV Bislich hat sich selbst um einem perfekten Start in die Fußball-Saison 2016/2017 gebracht. Der Bezirksliga-Aufsteiger musste sich gestern vor 150 Zuschauern mit einem 2:2 (1:1) im Heimspiel gegen den 1. FC Kleve II begnügen, weil er sich im Auslassen bester Torchancen übertraf. Außerdem leistete die Mannschaft von Trainer Dennis Lindemann bei den Gegentreffern fleißig Hilfestellung. Beim 0:1 (11.) ließ sich der Neuling davon überraschen, dass der Gast einen Freistoß schnell ausführte. Der Bislicher Keeper Sven Sextro stand noch am rechten Torpfosten, um die Mauer zu stellen, als der Ball zur Klever Führung in der anderen Ecke landete. Und beim 2:2 (74.) schlummerte die Bislicher Hintermannschaft bei einer flachen Hereingabe selig.

"Diese Punkte mussten wir einfach mitnehmen", ärgerte sich Lindemann nach der Partie, in der seine Mannschaft über weite Strecken dominiert hatte. Der Bislicher Übungsleiter wollte den verpassten Sieg nicht daran festmachen, dass der Referee den Gastgeber durch zwei Fehlentscheidungen, die er im Gespräch mit Lindemann in der Pause zugegeben hatte, klar benachteiligt hatte. Der Freistoß zum 0:1 hätte nach Aussage des Schiedsrichters nicht direkt ausgeführt werden dürfen. Zudem pfiff er einen vielversprechenden Bislicher Angriff wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Marc Ressel zurück. "Da lag der Schiedsrichter daneben. Aber daran hat es sicherlich nicht gelegen, dass wir nicht gewonnen haben", sagte Lindemann.

Vielmehr gingen die Bislicher Kicker allzu leichtfertig mit dem gut ein Dutzend Torchancen um, die sie sich herausspielten. Mal fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss, mal drehten die Angreifer einen Kringel zu viel und brachten sich so in eine etwas ungünstigere Position für den Torschuss. Einzig Sebastian Weinkath (31.) und der quirlige Hasan Hamzaoglu (69.), der das Einzelspiel allerdings zu oft übertrieb, schafften es, den Klever Torhüter zu überwinden.

"Dieses Spiel mussten wir 5:1 oder 5:2 gewinnen. Doch wenn man so viele Möglichkeiten auslässt und in der Abwehr zweimal patzt, darf man sich über ein Unentschieden nicht wundern. Aber das wird sich in der Saison bestimmt wieder ausgleichen", sagte Lindemann. Unzufrieden war er mit seinem Personal nicht, obwohl es zwei Punkte verschenkt hatte. Der Coach freute sich über eine ansprechende Vorstellung seiner Kicker. "Man muss sich erst einmal so viele Chancen herausspielen, wie wir das getan haben. Die Leistung war gut. Man hat gesehen, dass wir vor allem in der Offensive einiges Potenzial haben", stellte der Bislicher Übungsleiter fest.

Quelle: RP
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