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Lokalsport
SV Haldern verpasst die Entscheidung

Niederrhein. Der Neuling legt vor mehr als 700 Zuschauern beim 4:2-Heimsieg im Relegations-Hinspiel gegen RWS Lohberg den Grundstein für den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga. Doch ein noch deutlicherer Erfolg wäre möglich gewesen. Von Joachim Schwenk

Der SV Haldern hat gestern Abend im Hinspiel der ersten Relegationsrunde den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt, aber die große Chance verpasst, den Verbleib in der Fußball-Bezirksliga schon perfekt zu machen. Die Mannschaft demonstrierte vor mehr als 700 Zuschauern im Lindenstadion beim 4:2 (1:0)-Erfolg gegen RWS Lohberg einmal mehr ihre Heimstärke und hat sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschafft. Doch der Neuling hatte es in der Hand, einen weitaus deutlichen Sieg zu feiern und damit schon alle Spannung aus dem zweiten Duell auf Lohberger Asche zu nehmen. Der Gastgeber ließ mehr als ein halbes Dutzend bester Gelegenheiten aus.

Dies war der einzige Makel am überzeugenden Auftritt des SV Haldern. "Die Jungs haben das richtig gut gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, auch wenn wir deutlicher hätten gewinnen müssen. Jetzt wartet am Sonntag noch einmal eine sehr schwere Aufgabe auf uns", sagte der Halderner Trainer Jürgen Stratmann. Der Wermutstropfen für den Gastgeber war, dass sich Stürmer Christopher Kipp bei seinem sehenswerten Führungstreffer aus spitzem Winkel (10.) einen Bänderriss zuzog, weil er beim Torschuss von einem Lohberger rüde attackiert worden war. Ob eventuell noch mehr im Sprunggelenk beschädigt ist, soll heute untersucht werden.

Der SV Haldern machte gegen in der Defensive teilweise desolate und nicht ansatzweise als Kollektiv auftretende Lohberger vor allem in der ersten Hälfte fast alles richtig. Die Mannschaft stand in der Defensive sicher, konterte immer wieder gut und war bei Standardsituationen sehr gefährlich. Der Gastgeber hätte mit einem Vorsprung von drei oder vier Toren in die Pause gehen können. Doch er scheiterte entweder an RWS-Keeper Baris Tekin, der sich freilich auch einige Patzer leistete, oder an der eigenen Abschlussschwäche.

Nach dem Wechsel war der SV Haldern zwar effizienter. Der überragende Matthias Bauhaus sorgte schnell für die 2:0-Führung. Doch nun schlich sich beim Gastgeber die eine oder andere Unsicherheit bei der Defensivarbeit ein. Erst leistete sich Steffen Syberg ein unnötiges Foul im Strafraum, das Fabjon Marku vom Punkt aus zum Lohberger Anschlusstreffer nutzte (52.). Syberg machte seinen Fehler zwar umgehend wieder gut, weil er nur 120 Sekunden darauf mit einem Fernschuss das 3:1 erzielte. Doch wenig später patzte der SV Haldern in der Abwehr beim zweiten Lohberger Tor durch Erkan Sevinc erneut (65.). Der Gastgeber konterte wieder schnell. Bauhaus sorgte mit dem 4:2 (69.) dafür, dass die Mannschaft allen Grund hat, sehr zuversichtlich ins Rückspiel am Sonntag zu gehen.

"Zwei Gegentore zu Hause sind sicherlich nicht optimal. Doch nach dieser Leistung bin ich optimistisch, dass wir den Klassenerhalt in Lohberg perfekt machen können", sagte Stratmann.

GW Lankern wird weiter feste die Daumen drücken, weil das Team als Fünftletzter der Kreisliga A nur in der Klasse bleibt, wenn der SV Haldern sich rettet. Der Lankerner Trainer Markus Rambach und viele Spieler der Mannschaft waren gestern Abend im Lindenstadion. "Schade, dass Zittern hätte für uns heute schon vorbei sein können, wenn Haldern seine Chancen besser genutzt hätte", sagte Rambach.

SV Haldern: Hoffmann - Mischel, Syberg, Unger, Hebing, Meurs, Tenhagen, Lasthuis, Schöttler (80. Kosel), Kipp (15. Möllenbeck), Bauhaus.

Quelle: RP
 
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