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Tenhagen will bei Fortuna Millingen für frischen Wind sorgen

Fußball: Tenhagen will bei Fortuna Millingen für frischen Wind sorgen
Die Neuzugänge bei Fortuna Millingen - hinten von links: Robert Baumann, Rene Konst, Jan-Peter Eyting, Christoph Eyting, Co-Trainer Mathis Pollmann, Trainer Michael Tenhagen; vorne von links: Jan Schöttler, Rene Hollands und Marcel Heiliger FOTO: Diana Roos
Niederrhein. Michael Tenhagen ist in der Fußball-Szene der Region kein Unbekannter. Allerdings hat er schon eine kleine Ewigkeit keine Senioren-Mannschaft mehr trainiert, weil er beruflich oft unterwegs war. Mittlerweile ist der 52- Jährige bei der Lebenshilfe tätig und hat wieder mehr Zeit für den Job als Coach. Tenhagen sitzt in der kommenden Saison beim B-Ligisten Fortuna Millingen auf der Bank.

Mit viel Elan hat er die Nachfolge von Dirk Scholten angetreten. Zunächst einmal war es ihm wichtig, dass er sich ein Bild von den Spielern machen konnte. So kickten bei den ersten Trainingseinheiten nahezu 40 Akteure aus erster und zweiter Mannschaft sowie der A-Jugend mit. Überhaupt ist es Tenhagen wichtig, "dass es reibungslos läuft" zwischen den einzelnen Mannschaften im Verein.

Nach der Vorbereitung wird der neue Coach mit einem 22 Mann starken Kader in die Saison in der Kreisliga B starten. Die Fortuna wird dabei als Aufstiegsfavorit Nummer eins gehandelt. "Unser Ziel ist es, wieder unter die ersten drei bis vier Mannschaften zu kommen", sagt Tenhagen. Eine Aussage, die von Vorstandsseite bestätigt wird. "Niemand fordert hier, dass wir unbedingt aufsteigen müssen", sagt Thomas Imbusch. Der langjährige Co-Trainer der ersten Mannschaft ist nun als stellvertretender Obmann tätig.

Als Nachfolger von Thomas Imbusch ist Mathis Pollmann vom SV Rees zurückgekehrt. Eine Konstellation, die Tenhagen ausdrücklich begrüßt. "Wir wollen als neue Trainer frischen Wind reinbringen. Aber insgesamt zeigt auch diese Geschichte, dass das Umfeld hier einfach stimmt und total unaufgeregt ist", meint der Coach.

Dass die Fortuna in der kommenden Spielzeit als Favorit gehandelt wird, liegt selbstredend auch an der vergangenen Saison, in der die Mannschaft lange auf Aufstiegskurs lag. Doch als Stürmer Tom van Alst wegen seines Studiums nicht mehr spielen konnte, fehlte die Durchschlagskraft im Angriff.

Der neue Coach setzt auf Ballbesitz. Aus einer sicher stehenden Abwehr sollen die Angriffe vorgetragen werden. "Man gewinnt die Spiele hinten", sagt Tenhagen. Klar ist, dass die Fortuna in der Abwehr mit einer Viererkette agieren wird. Wie das taktische System dann weiter aussehen wird, ist noch offen.

Für Tom van Alst, der weiter fehlt, soll Marcel Heiliger vorne in die Bresche springen. Der Neuzugang vom RSV Praest, der in der Rückrunde für die zweite Mannschaft des RSV in der Kreisliga B aufgelaufen ist, kommt mit der Empfehlung von 15 Toren in elf Spielen. Damit für Heiliger eine ähnliche Quote wieder möglich ist, dafür sollen auch die Neuzugänge Jan-Peter Eyting (RSV Praest) und Lukas Reuyß (SV Rees) sorgen.

Als klassischen Spielmacher sieht Michael Tenhagen den 31-jährigen Christoph Eyting (BW Bienen) an. Der Coach schätzt besonders die Stärken von Eyting bei Standardsituationen und beim Kopfballspiel. Vom SV Rees schließt sich noch Rene Hollands den Fortunen an, der für die Position im defensiven Mittelfeld vorgesehen ist.

Ein Teenager-Duell wird es um den Stammplatz im Tor geben. Denn als einzigen Abgang haben die Millinger ihre etatmäßige Nummer eins, Dennis Döring, an den RSV Praest verloren. Von den A-Junioren des VfL Rhede wurde daher Rene Konst geholt. Aus der eigenen A-Jugend rückt Robert Baumann auf. "Ich gehe das Risiko gerne ein, dass wir in der kommenden Saison einen sehr jungen Torhüter auf dem Feld haben", sagt Tenhagen, der beiden Akteuren das nötige Potenzial für die Klasse bescheinigt. Für den Notfall steht Co-Trainer Mathis Pollmann bereit.

(tt)
 
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