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Lokalsport
Vielseitigkeitsturnier des RuF Hünxe ohne Probleme gestartet

Hünxe. Die schwarze Wolke, die am Vormittag im Norden auftaucht, ist schnell wieder weg. "Keine fünf Tropfen", sagt Dieter Heisterkamp, der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Hünxe. Dann scheint die Sonne wieder und taucht die prächtige Anlage am Gutshof "Glückauf" wieder in ein überaus freundliches Licht. Ländliche Urlaubsstimmung und Spitzensport gehen seit gestern wieder am Sternweg einher. Mit zwei Geländepferdeprüfungen und den Dressurwettbewerben startete das zwölfte Internationale Vielseitigkeitsturnier beim RuF gewohnt ruhig und bedächtig. Am heutigen Geländetag ab 10 Uhr, traditionell das Highlight der dreitägigen Veranstaltung, sollte es dafür umso voller und lebhafter werden.

Ein ruhiger Start am Freitag, an dem viele der Fans, die aus ganz Deutschland und dem umliegenden Ausland anreisen, noch arbeiten müssen, ist vollkommen normal. Dabei stand die Austragung der Rheinischen Meisterschaften in diesem Jahr sogar auf der Kippe. Denn wegen des vielen Regens im Frühsommer konnten die Verantwortlichen nicht so zeitig wie sonst mit den Aufbauarbeiten beginnen. "Wir hatten uns eine Frist gesetzt. Wenn wir bis zum 10. Juli nicht auf die Weiden gekommen wären, hätten wir abgesagt", sagt Heisterkamp. Am 8. Juli konnten die Hünxer dann tatsächlich loslegen. Und mit einem neuen, von der IGV (Interessen-Gemeinschaft Vielseitigkeit) Rheinland zur Verfügung gestellten Hindernis-Befestigungssystem ging die Arbeit dann auch leichter als bisher von der Hand.

Die Meldezahlen liegen in Hünxe trotz des gerade über die Bühne gegangenen CHIO in Aachen und den baldigen Olympischen Spielen in Rio ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre. Bei den Ponyreitern sind es sogar wesentlich mehr als gewöhnlich, auch weil Bundestrainer Fritz Lutter noch ein letztes Mal für die Europameisterschaft in Dänemark sichtet. "Insgesamt haben wir diesmal nur ganz wenige Ausfälle zu verzeichnen", sagte Pressesprecherin Christina Skoeries. Einen überaus prominenten Ausfall gibt es allerdings zu beklagen: Stachus, der erkrankte Wallach, mit dem sich Pia Münker im vergangenen Jahr die Rheinische Meisterschaft sicherte, kann seinen Titel nicht verteidigen. Münker, eine der talentiertesten Vielseitigkeitshoffnungen Deutschlands, ist trotzdem gekommen, testet einige Nachwuchspferde. Mit Dunkin Donut belegte die Blondine in der Geländepferdeprüfung der Klasse A** den zweiten Platz. Einträglich auf den geteilten neunten Platz schafften es Svenja Fink mit Good Luck und Jana Lehmkuhl mit Volano vom RuF Hünxe.

(tik)
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