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Jürgen Palberg
Sportvereine bieten Hilfe für Flüchtlinge in Mehrhoog an

Wesel. Im Hamminkelner Rathaus arbeitet Sozialdezernent Jürgen Palberg an einem Konzept, wie ab der nächster Woche die ersten Asylbewerber in der Mehrhooger Hoogenbuschhalle untergebracht werden können.

RP: In Wesel sind alle der Kommune zugewiesenen Asylbewerber dezentral in angemieteten Wohnungen beziehungsweise vorübergehend im Flüchtlingsheim untergebracht. Warum geht das in Hamminkeln nicht?

Palberg Wir haben einen Mix. Denn einige Familien haben wir in Mietwohnungen untergebracht. Doch davon gibt es halt nicht so viele, wie in Wesel.

Wenn, wie von Ihnen im Betriebsausschuss verkündet, nun die Hoogenbuschhalle in Mehrhoog für bis zu 150 Menschen freigeräumt werden muss, was sagen Sie den Vereinen?

Palberg Die Vorsitzenden vom VfR und vom TV Mehrhoog habe ich vorzeitig informiert und bin sehr erfreut darüber, wie verständnisvoll man in den Vereinen reagiert hat. VfR-Chef Krusen hat uns sogar angeboten, ein Arbeitskommando abzustellen, das beim Aufbau der Betten helfen könnte.

Wie lange wird die Halle als Unterkunft dienen? Werden Sie umziehen, wenn die in Holland bestellten Flüchtlingsheime da sind?

Palberg Wir wissen nicht, wie viele Asylbewerber uns noch zugeteilt werden. Alles ist im Fluss. Ich kann Ihnen die Fragen nicht beantworten. Aber wir gehen davon aus, dass die Asylbewerber einige Monate in der Halle bleiben werden.

Ist schon klar, wer für die Versorgung zuständig ist? Und wer wird sich mit den Menschen beschäftigen?

Palberg Wir befinden uns mit der Caritas in ersten Gesprächen. Noch gibt es in Mehrhoog keine so schlagkräftige, freiwillige Flüchtlingshilfe, wie in Hamminkeln. Doch das soll angegangen werden. Ich muss jetzt auch sehen, wo wir Sozialarbeiter her bekommen.

Und Dolmetscher.

Palberg Das Problem ist wohl nicht ganz so groß. Denn wir erwarten in erster Linie Syrer. Und von denen sprechen viele Englisch. Aber natürlich kümmern wir uns um Dolmetscher, wenn es erforderlich ist.

Was passiert mit Flüchtlingen, deren Antrag auf Asyl abgelehnt wird?

Palberg Für die wird die Ausländerbehörde beim Kreis zuständig sein. Die Mitarbeiter müssten dann dafür sorgen, dass die Flüchtlinge in ihr Herkunftsland zurückgeführt werden.

KLAUS NIKOLEI FÜHRTE DAS INTERVIEW

Info Um die Mehrhooger Bevölkerung über die Nutzung der Hoogenbuschalle als Flüchtlingsunterkunft zu unterrichten, findet am Dienstag, 29. September, um 19 Uhr ein Infoabend in der Gaststätte Pollmann statt. Die Verwaltung wird Interessenten Rede und Antwort stehen.

Quelle: RP
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