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Hamminkeln
Stadt bereitet Verträge für Polderflächen vor

Hamminkeln. Die Gespräche sind bereits weit fortgeschritten.

Die ersten Gesprächsrunden sind schon erfolgversprechend gestartet. Mit Landwirten will die Stadt Verträge zum Hochwasserschutz an der Issel abschließen. Dabei handelt es sich um Polderflächen, die im Ernstfall mittels Deichdurchstichen geflutet und aus denen nach dem Verebben der Welle das Wasser wieder zurück in die Issel geleitet wird (RP berichtete). Die Politik soll im Hauptausschuss am 23. November das Einverständnis geben.

Für Polder bieten sich die Bereiche zwischen Autobahn 3, der östlichen Eindämmung des Isselverlaufs, dem Mühlenbach und den Brücken Venninghauser Straße und Vierwinden an. Die Gegend ist nicht bebaut. Dadurch können Ringenberg und flussabwärts gelegene Flächen, die teils noch heute vernässt sind, besser geschützt werden. Aus Sicht der Verwaltung haben die Durchstiche im Juni gezeigt, dass Polderflächen hier Höchstwasserstände abfedern können.

Nötig für Polderflächen ist die Zustimmung der Flächeneigentümer. Gespräche mit ihnen hatte es im Oktober gegeben. Doch das Verfahren hat seine Tücken, eine Absichtserklärung allein reicht nicht. Deswegen sollen Verträge geschlossen werden. Problem Nummer zwei: Das soll erst geschehen, wenn auch alle Eigentümer bereit sind - was noch nicht der Fall ist - zu unterschreiben. In dem Vertrag verpflichten sich die Bauern, eine Flutung im Hochwasserfall hinzunehmen.

Auch am Dingdener Mumbecker Bach geht es um Polder. Im Planungsausschuss wurde bekannt, dass der Kreis Wesel eine Retentionsfläche zwischen dem Textilbetrieb van Clewe und der Siedlung Nikolaus-Groß-Straße plant. Im Nachklang zur letzten Hochwasserversammlung mit vielen Klagen aus Mehrhoog geht es der Reeser Bürgerinitiative Eden um den Grundwasserpegel. Sie sieht die zahlreichen Baggerlöcher an der Rheinschiene als Abflussbarriere für hohes Grundwasser. Wassertechniker sehen das anders, das Grundwasser fließe auch durch Seen ab.

(thh)
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