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Hamminkeln
Stadt Hamminkeln und Gewerbe teilen sich E-Autos

Hamminkeln. Elektromobilität ist das Trendthema schlechthin. Es in der ländlichen einzupflanzen ist keine leichte Aufgabe angesichts fehlender Infrastruktur. Wie ein Trittstein hin zum stromgetriebenen Autoverkehr in einer Stadt von der Größe und Ausdehnung Hamminkelns machbar sein könnte, stellte gestern Bürgermeister Bernd Romanski beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsvereinigung Pro Mittelstand vor. Basis war das Konzept von innogy eCarSharing. Die Innogy SE ist die gerade am Aktienmarkt platzierte Tochtergesellschaft des deutschen Energieversorgers RWE, die innerhalb des Konzerns die Aktivitäten um die erneuerbaren Energieformen sowie den Betrieb von Verteilnetzen und den Vertrieb bündelt. RWE hat in Hamminkeln bereits öffentliche Stromzapfstellen eingerichtet, so bei Winkelmann in Dingden und hinter dem Rathaus.

Das eCarSharing-Konzept war bereits Thema bei der Hamminkelner Werbegemeinschaft HWG. Das Teilen von E-Autos bewegt sich auf zwei Ebenen: Tagsüber von 9 bis 15 Uhr mietet die Stadt die Stromautos und ersetzt so zwei betagte konventionelle Modelle. Für innogy ist sie der Ankermieter, der das Modell kalkulierbar macht. Anschließend können Gewerbe, etwa ein Apotheker für Kurierfahrten, oder Private buchen, die auch die saubere Antriebsvariante für Wochenendtouren oder die Nahversorgung mieten können. Romanski ist überzeugt: "Ich glaube, man bekommt die Autos in die Vermarktung. Ziel ist es, drei Elektroautos in Hamminkeln an den Start zu bringen, die auch von Bürgern gegen eine Miete (30 Cent pro Kilometer) ausgeliehen werden können." Er halte das Vorhaben für klimapolitisch gut. Mehr Stromtankstellen wären dann denkbar in der Stadt. Die Stadt habe sich finanzielle Vorteile durchs Carsharing ausgerechnet. Die Reichweite der Fahrzeuge beträgt derzeit rund 200 Kilometer, im Januar anzuschaffende Fahrzeuge sollen das Doppelte schaffen. Innogy propagiert derzeit elektromobile Lösungen für Kommunen und Gewerbe. So will die Stadt ihren Fuhrpark auf strombetriebene Fahrzeuge umstellen. Über Buchungsplattformen lassen sich die E-Autos ordern, für Ladeinfrastruktur und Wartung sind Business-Pakete im Angebot vertreten. In einem zweiten Vortrag stellte der Wertherbrucher Christoph Nienhaus, IT-Führungskraft bei Cisco Systems, die digitalisierte "Arbeit 4.0" und ihre Auswirkungen auf Unternehmen vor.

(thh)
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