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Kirche
35 Weseler Konfirmanden beim großen Konficamp in Wittenberg

Wesel. WESEL (RP) Mehr als 12.000 Konfirmanden werden in diesem Sommervon Juni bis September bei den Konficamps Wittenberg erwartet - eine Herkules-Aufgabe für die Organisatoren und freiwilligen Helfer. Zwei Weseler Konfirmanden-Gruppen, eine aus Büderich und eine vom Lauerhaas, gehörten zu den Teilnehmern des ersten Camps, das vom 31. Mai bis 4. Juni mit knapp 900 Teilnehmern in Wittenberg stattfand.

Pfarrerin Susanne Kock und Pfarrer Albrecht Holthuis hatten sich mit vier weiteren Teamern und insgesamt 35 Konfirmanden per Bus auf den Weg gemacht - und es hat sich gelohnt. So viel Abenteuer, Erfahrung, Gemeinschaftserleben und Angebote für Jugendliche gibt es sicher nur selten an einem Ort - und das gepaart mit den modern ins Spiel gebrachten Gedanken des Reformators Luther und des evangelischen Glaubens.

Beim Konficamp Wittenberg handelte es sich um eine Zeltstadt, die gut organisiert ist. Die Gruppen waren in Zeltdörfern einquartiert, die wiederum aus Schlafzelten für 15 Personen und Aufenthaltszelten für etwa 100 Personen bestehen. Für alle Mahlzeiten ging es ins "Unterzentrum", ein Großzelt für über 300 Personen. Darüberhinaus gab es auf dem Gelände 15 Dörfer, vier Kirchenzelte bzw. ruhige Orte, ein Großzelt für 1500 Personen und zahlreiche weitere Zelte mit Lern- Spiel- und Informationsangeboten. Das Gelände liegt am Stadtrand von Wittenberg in einem hügeligen und teils bewaldeten Gelände gelegen.

Die Tage waren stets gut durchstrukturiert: Morgens nach dem Frühstück traf man sich im Großzelt zu Musik und Gespräch und erfährt etwas über das Tagesthema. Zum Beispiel ging es um die Frage von Vertrauen und Glauben. Pauline, Finn, Nils und Clara sind die Helden des Logbuchs, das alle Konfirmanden mit allerlei nachdenklichen Fragen und Anregungen das gesamte Camp über begleitete. Nachmittags fanden dann Workshops statt - Tanz, Musik, Video-Dreh, Mittelalter, Graffiti, Streetart, fairer Handel: Es gab viel zu tun und zu sehen. Der Tag endete mit "Disco", "Gala" oder Konzert, um schließlich in die Nachtkirche zu münden. Kein Wunder, dass das "Schlafdefizit" mit viel Humor und Durchhaltewillen getragen wurde.

Ein Höhepunkt war zudem die Besichtigungs-Tour in Wittenberg selbst. Mit dem Bus ging es in die Innenstadt, wo die Gruppen durch junge Freiwillige mit der Geschichte der Stadt und berühmten Persönlichkeiten von Luther bis Melanchthon, von Cranach bis Friedrich dem Weisen vertraut gemacht wurden. Besonders faszinierend war im Rahmen der Weltausstellung zum Reformationsjahr das Asisi-Panorama: ein grandioses nach mittelalterlichen Szenen gestaltetes dreidimensionales Schaubild (Panometer) von Wittenberg.

Quelle: RP
 
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