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Ein ganzes Orchester zum Ausprobieren

Wesel. Über eine gelungene Premiere freute sich Winfried Striewe als Vorsitzender der Blaskapelle "Einklang" über die große Resonanz auf den ersten "Tag der Musik", den die Blaskapelle im Pavillon der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) an der Weseler Straße veranstaltete.

Bislang fand der "Tag der Musik" jeweils in der Maximilian-Kolbe-Schule statt. Um auch die übrigen Grundschüler im Gemeindegebiet zu erreichen, entschied man sich in diesem Jahr für die GGS. Dort konnten sich Kinder und ihre Eltern über Möglichkeiten der musikalischen Ausbildung informieren. Koordinatorin Anja Heix freute sich über die Bereitschaft des GGS-Fördervereins zur Bewirtung der Besucher.

Die von Ingrid Mügge geleitete Aufbaustufe der Blaskapelle bewies, welch enormen Fortschritte Neulinge bereits innerhalb eines Jahres schaffen können. In der Aufbaustufe werden die Kinder auf die Mitwirkung im Jugendorchester vorbereitet, das von August Krayenbrink geleitet wird. Irgendwann unterstützen sie dann das Hauptorchester bei mehr als 30 Auftritten pro Jahr.

Die Besucher hatten Gelegenheit, in einzelnen Klassenräumen unter Anleitung von jeweils ein bis zwei Musiklehrern unterschiedliche Musikinstrumente zu testen.

Isabelle van der Wiele stellte den Kindern zum Beispiel das Horn als "Seele" des Orchesters vor. Nebenbei erfuhren die Kinder, dass Hörner auch im Postkutschen-Zeitalter eingesetzt wurden und noch heute bei der Jagd Informationen zu den Jägern tragen.

"Blockflöten bieten einen wunderbaren Einstieg in die Musik", warb Melanie Dusek fürs Spielen einer Blockflöte. Sie sei relativ einfach zu bedienen, ermögliche aber dennoch das Erlernen von Noten.

Greta Sümpelmann spielt zwar schon Gitarre, aber sie möchte ganz gerne das Klarinettenspiel erlernen, um mit ihren Tanten gemeinsam Musikstücke vortragen zu können. Von Annette Wedmann, der Soloflötistin der Neuen Philharmonie Westfalen, ließ sie sich die Klarinette vorstellen. Der siebenjährige Kyan Komoß freute sich, dass ihm Mark Golub half, dem Saxofon ein paar Töne zu entlocken.

Vom "Einklang"-Dirigenten August Krayenbrink erfuhren die Besucher, dass die Tuba im Jahre 1835 erfunden wurde und im Orchester für die Bass-Töne sorgt. Norbert Dahlhaus zeigte der siebenjährigen Lara Kamps, wie man auf unterschiedliche Weise mit dem Tenorhorn verschiedene Töne erzeugen kann. Für Siegfried Gabler und Hubert Dahlhaus ist die Trompete ein vielseitiges Instrument, mit dem man alle Musikstücke vom Barock bis Jazz spielen kann. Kenny Stewart testete das Taktgefühl der Kinder. Am Schlagzeug gab er Rhythmusfolgen vor, die von den Kindern wiederholt werden sollten. In anderen Räumen stellten Musiklehrer auch noch Posaunen und Querflöten vor.

Um die Kinder mit möglichst vielen Instrumenten bekannt zu machen, wurden sie mit Hilfe eines Quiz-Zettels von Raum zu Raum geschickt. Zur Belohnung für richtige Lösungen gab es kleine Preise.

Dass neben der musikalischen Ausbildung und Gestaltung von Auftritten die Geselligkeit in der "Einklang" großgeschrieben wird, konnte man auf Fotos an einigen Stellwänden erkennen.

Den großen Andrang nutzte der von Martin Schulze geleitete "Verein zur Förderung der Jugendarbeit" zur Anwerbung neuer Mitglieder. Zweck des Vereins ist die Förderung der musikalischen (Früh-) Erziehung und der Ausbildung von Jugendlichen. Diese sollen als Musikschüler an die Blasmusik herangeführt und im Musizieren mit Instrumenten sowie insbesondere im Zusammenspiel in der Gruppe unterrichtet werden. Unterstützt werden auch der Kauf von Notensätzen und Instrumenten sowie die Durchführung von Ausflügen und Probenwochenenden. Wer nicht zum "Tag der Musik" kommen konnte, kann sich auf der "Einklang"-Homepage unter www.einklang-schermbeck.de informieren.

Helmut Scheffler

Quelle: RP
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