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Aus Der Geschäftswelt
Experten verraten, was in diesem Herbst modisch angesagt ist

Wesel. Vor einem Jahr waren es noch karierte Schals und Chelsea-Boots, jetzt sind Ponchos, Strickjacken und Holzfällerhemden besonders in - das zeigt ein Blick auf das Angebot der Modegeschäfte in Wesel. "Ponchos sind das Must-Have in diesem Herbst", sagt Petra Arnold, Abteilungsleiterin im Weseler Kaufhof. Vom leichten Poncho mit Fransen bis hin zum karierten Exemplar als Schalersatz. Wer so etwas mag, darf den Überwurf sogar über dem Mantel oder der Jacke tragen. Oder das Must-Have ignorieren und sich für längere, lässige Wollmäntel oder Karowolljacken entscheiden.

Strickmode spielt in der kalten Jahreszeit eine große Rolle, egal ob als lange Jacke, Mantel, Longpulli oder Rolli. Wer keine Lust mehr auf den traditionellen Hosenanzug hat, kann eine leichte Strickjacke mit gepflegter Hose tragen. Wie im Sommer sind auch im Herbst und Winter noch helle Farben im Fokus. Wollweiß und Beige über Camel bis Silbergrau und leichte Grüntöne stehen neben Pastellfarben an. Herbstfarben wie Braun- sowie Beerentöne und sattes Rot dürfen es trotzdem noch sein.

"Er" gibt sich im Winter gern dezent und gedeckt. Abteilungsleiterin Petra Arnold rät zu grau oder dunkelblau, zu Braun- und Beerentönen. Jüngere schätzen oft Pink, Rot oder Royalblau als Akzent auf T-Shirts oder Pullovern. Mancher mag die aber lieber in verwaschener oder melierter Optik.

In diesem Herbst darf in seinem Kleiderschrank ein Holzfällerhemd nicht fehlen. Meist aus Flanell und Baumwolle, kommen sie rot-, blau- oder braun-kariert daher. Anzüge mit dickem Pullover oder feinem Rolli sind noch üblich - der individuelle Geschmack zählt. Vielleicht aber auch der Anlass. Als angesagt gelten Daunenwesten. Sollte es richtig kalt werden, sorgt ein Parka in verschiedenen Farben für Wärme. Die Zeit, in der man sich nur auf einen Look spezialisierte, ist laut Arnold vorbei. " Grenzen verwischen", sagt sie. Zwischen sportlich oder elegant muss man sich nicht zwingend entscheiden. Es geht auch beides in Kombination.

Auch Geschlechtergrenzen sind in der Mode heute unwichtiger geworden. Sabine Ostrop, Storemanagerin im Weseler Modehaus Mensing, spricht sogar von der "Neutralisierung" in Sachen Mode: Mädchen und Jungen tragen heutzutage häufig ähnliche Kleidung - Jeans, Hemden, Kapuzenpullover. Im Ausland gibt es sogar Häuser, die nicht mehr zwischen Damen- und Herrenabteilung unterscheiden. Alles für jeden. Der aktuelle Hipster-Trend in diesem Jahr heißt laut Sabine Ostrop "Normcore": neu interpretierte Basics. Anhänger des Normcore wollen gar nicht aus der Masse hervorstechen, sondern unauffällig sein, dem entgegen treten, was jedermann als "angesagt" oder "hip" bezeichnen würde. Vielleicht tragen sie einfach ganz wild den Pulli aus dem vergangenen Jahr.

Von Marica Eimers

Quelle: RP
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