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Wesel
Stadtwerke: Klärwerk ist nicht überdimensioniert

Wesel. Reaktion von Peter Bootz auf einen Leserbrief.

"Deutlich überdimensioniert" sei das Weseler Klärwerk im Hafen, hatte jüngst ein Leserbriefschreiber beklagt. Ausgelegt sei die Anlage für knapp 100.000 Bürger. In der Weseler Kernstadt gebe es aber nur 45.000 Menschen. Unter anderem dadurch seien wohl auch die hohen Wasserkosten zu erklären, die mehr als 50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lägen. Genau diese Vermutungen wollte Peter Bootz von den Stadtwerken so nicht stehenlassen und griff gestern zum Telefonhörer, um Aufklärung zu betreiben.

Fakt sei, so Bootz, dass an die Kläranlage im Hafen aktuell 66.000 Einwohner aus Wesel, Friedrichsfeld und Menzelen angeschlossen seien. Hinzu kämmen noch eine ganze Reihe angeschlossener Gewerbe- und Industriebetriebe. "Für die Belastung der Anlage werden im Zulauf Proben genommen und festgelegte chemische Parameter auf ihre Konzentration untersucht. Danach hat die Kläranlage zurzeit eine Belastung von etwa 90.000 Einwohnerwerten", sagt Peter Bootz. Behördlich genehmigt sei die Kläranlage durch die Bezirksregierung Düsseldorf bis zu einer Belastung von 98.000 Einwohnerwerten.

Auch zum Thema Wasserkosten äußerte sich Peter Bootz. Der Vergleich der Kosten mit den Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes, dass für 120 Liter Wasserverbrauch im Bundesschnitt 0,38 Euro anfallen, gelte selbstverständlich nur für die Kosten des Abwassers. Für Wesel ergebe sich somit für 120 Liter Abwasser eine Gebühr von 40 Cent - ein Wert, nur knapp über dem Bundesdurchschnitt.

(kwn)
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