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Rp-Serie Heimat
Stay KingPin - Rock als Lebensgefühl

Rp-Serie Heimat: Stay KingPin - Rock als Lebensgefühl
Vor zehn Jahren wurde die Band gegründet. In diesem Jahr trat Stay KingPin als Support für Nena in Warendorf auf. FOTO: Markus van Offfern
Wesel. Die Band aus Emmerich hat trotz ihres Erfolgs die Bodenhaftung nicht verloren. Von Monika Hartjes

NIEDERRHEIN Auch wenn es die Musiker von Stay KingPin immer mal wieder für ihre Auftritte und Konzerte in die Ferne zieht, so freuen sie sich, wenn es zurück in die Heimat geht. "Wenn ich auf der Autobahn das Emmerich-Schild sehe, denke ich jedes Mal: Schön, wieder zu Hause zu sein", sagt Schlagzeuger Maik Schugt. Trotz ihrer auch hochkarätigen Auftritte wohnen und arbeiten fast alle Mitglieder des Stay KingPin-Quintetts in der Rheinstadt. "Hier haben wir unsere Freunde und Familien und unsere Musik", erklärt Gitarrist Mark Kneipp.

Vor genau zehn Jahren - "Wir feiern in diesem Jahr unser Jubiläum", so Maik - wurde die Band gegründet. Von Anfang an sind Sängerin Caro Ketelaer, Maik Schugt und Mark Kneipp dabei. Bassist Martin Steinvoort kam Anfang 2013 dazu, Keyboarder Alex Teusz Ende 2015.

"In unseren Anfängen spielten wir in klassischen Jugendzentren wie dem Jugendcafé", erzählt Maik Schugt. Dort hörten sie von Wettbewerben und nahmen daran teil. Vor einigen Jahren gewann KingPin den Vita Cola-Band-Contest und ging für zwei Wochen auf Tour durch die neuen Bundesländer. 2011 war die Emmericher Band beim Jugendfestival Courage mit mehr als 8000 Zuhörern dabei, 2012 als Vorband beim Auftritt der Gruppe Juli in der Weseler Niederrheinhalle. Highlight war sicherlich Ende 2014 die Teilnahme bei "Das Supertalent", wo sie es bis ins Finale schafften. Ein besonderer Auftritt war auch Ende August dieses Jahres in Warendorf als Support für Nena.

In der letzten Zeit kümmerten sich die Musiker um die Ausstattung ihres neuen Probenraumes. "Hier verbringen wir viel Zeit, da muss es auch gemütlich sein", sagt Caro. Außerdem legten sie im letzten Jahr eine kreative Pause ein für die Zusammenstellung ihres neuen Albums "Klartext", das Ende 2015 herauskam. Dazu drehten sie das Musikvideo zur Single "Wenn", die die erste Veröffentlichung vom neuen Album war. Dieses ist komplett mit deutschen Songs bestückt - alle selbst komponiert und getextet. "Darin geht es um Lebensfreude, aber auch Lebensleid und viel um Partnerschaften", sagt Schugt. Der Album-Titel "Klartext" beziehe sich dabei auf die Tatsache, dass alle Songs auf Deutsch sind und jeder sie hier verstehen kann. Produziert wurde das Album in Rees-Mehr von Simon Yildirim.

"Uns allen geht es um Musik, dafür investieren wir viel Zeit. Aber es bringt uns auch sehr viel", sagt Maik Schugt. Der 31-Jährige ist gelernter Konditor, hat danach eine Ausbildung zum Erzieher absolviert und arbeitet in der Firma "Niederrhein Medien" seines Musikkollegen Mark. "Es hat mich nie irgendwo anders hingetrieben, das hat mit der Band zu tun, aber auch mit Freunden, Familie und Job", sagt er. Auch Mark Kneipp wohnt mit seiner Familie in Emmerich, seit 16 Jahren macht er Musik. Zurzeit wird ein Musikvideo gedreht für einen neuen Song, der nach seiner vier Monate alten Tochter "Lara-Emilia" benannt wurde. Die 26-jährige Sängerin Caro Ketelaer sagt von sich, sie sei Emmericherin durch und durch. Die Erzieherin arbeitet in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bedburg-Hau. "Mein Leben besteht meistens aus Job und Band, die Musik ist neben Familie und Freunden ein wichtiger Teil meines Lebens." Martin Steinvoort ist als Speditionskaufmann bei Oleon tätig. "Zwangsläufig musste ich wegen der Ausbildung mal ein Jahr nach Voerde, aber es zog mich schnell zurück nach Emmerich", sagt der 28-jährige Bassist, der seit 2008 Unterricht bei Mark Kneipp nahm und so die Band kennenlernte. Alex Teusz studiert Informationswissenschaften in Düsseldorf, hat dort auch eine Wohnung. "Aber meistens bin ich in Emmerich, meine Freizeit und meinen Urlaub verbringe ich hier", so der 21-Jährige. Und er versucht auch, möglichst zu jeder Probe zu kommen. 2017 sind wieder Konzerte geplant. "Es müssen nicht immer die großen Auftritte sein wie mit Nena oder Juli. Es können gerne auch mal die kleinen mit 20 Leuten in besonderer Atmosphäre sein. Uns geht es um die Musik", sagt Maik Schugt.

Quelle: RP
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