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Wesel
Stellenabbau bei Grünflächen-Pflege

Wesel: Stellenabbau bei Grünflächen-Pflege
Ob es auch im nächsten Jahr wieder eine bunte Begrüßung auf dem Bahnhofsvorplatz gibt, ist noch nicht sicher. FOTO: ROOS
Wesel. Weil unter anderem die Tarifgehälter steigen, wird der Betrieb ASG freie Stellen nicht mehr besetzen.

Noch blüht es prächtig auf dem Bahnhofsvorplatz. Die ASG-Mitarbeiter haben mit der Sommerbepflanzung dafür gesorgt. Und noch sieht es entlang der städtischen Straßen weitgehend ordentlich aus. Doch das könnte sich schon bald ändern. Darauf wird der Werksleiter des städtischen Betriebs ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen), Ulrich Streich, die Mitglieder des Betriebsausschusses aufmerksam machen, der am 18. Juni, 16.30 Uhr, tagt Denn seit fünf Jahren ist das städtische Entgelt, das für die Grünflächen- und Straßenunterhaltung an den ASG fließt, gleich geblieben. Die Kosten aber sind derweil gestiegen, bei den tariflichen Gehältern allein um vier Prozent. Das muss irgendwie aufgefangen werden.

Streich schlägt vor, bis voraussichtlich 2017 weitere sechs Stellen einzusparen, indem bei rentenbedingtem Ausscheiden keine Neubesetzung erfolgt. Die Folge: Statt der 52 Stellen im Jahr 2004 gibt es dann noch 36. Nicht alles kann deshalb weiter so erledigt werden wie bislang. "Beete werden ungepflegter aussehen", mutmaßt er. Denn wird das so genannte Straßenbegleitgrün momentan noch viermal im Jahr gepflegt, sei dies künftig nicht mehr so. Von den sechs einzusparenden Stellen sind vier im Bereich der Grünflächenpflege angesiedelt. Hinzu kommt ein Mitarbeiter, der für die Sportplatzpflege zuständig ist, und ein Mäher. Inklusive Fahrzeugkosten könnten so 300 000 Euro im Jahr eingespart werden, sagt Streich. Vorrang hat danach vor allem die Verkehrssicherungspflicht, die sämtliche Schulhöfe, Spielgeräte und Bäume betrifft. Und auch der Winterdienst fordert seinen Tribut, Bereitschaftsdienste müssen bei entsprechender Wetterlage schließlich sein. Darüber hinaus ist der ASG unter anderem für etwa 17 000 Bäume, 1,4 Millionen Quadratmeter waldartigen Baumbestand, 65 000 Quadratmeter Bodendecker/Rosen, 205 000 Quadratmeter Strauchflächen, elf Kilometer Formhecken und -gehölze, 4000 Quadratmeter Stauden und Gräser, 778 000 Quadratmeter Gebrauchsrasen, 77 Kilometer Draht- und Metallzäune sowie 118 000 Quadratmeter Sportrasen zuständig. Vor 14 Jahren wurden erstmals Patenschaften von Privatleuten für kleinere Grünflächen übernommen. Mittlerweile gibt es 50 solcher Paten. Mit einem Faltblatt möchte Streich für noch mehr Engagement in diese Richtung werben. Und auch Gärtner beziehungsweise Garten- und Landschaftsbauer sind dann erneut aufgerufen, sich fürs öffentliche Grün zu engagieren.

(P.H.)
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