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Wesel
Stiftung baut Kita am Quadenweg

Wesel: Stiftung baut Kita am Quadenweg
Diese alte Halle am Quadenweg wird Ende 2017 abgerissen. FOTO: Kwn
Wesel. Ende des Jahres wird eine alte Lagerhalle in Schepersfeld abgerissen, um Platz zu machen für eine neue Tagesstätte. In der sollen ab Spätsommer 2018 vor allem Kinder unter drei Jahren betreut werden. Von Klaus Nikolei

Auf der Suche nach einem geeigneten Areal zum Bau einer neuen Kindertagesstätte hat die Stadt über viele Monate hinweg zahlreiche Grundstücke und Objekte auf dem Fusternberg und im benachbarten Schepersfeld unter die Lupe genommen. Denn dort ist der Bedarf für eine zusätzliche Einrichtung hoch. Und dann kam der Verwaltung der Zufall zu Hilfe.

In Gesprächen mit dem Vorstand der noch vergleichsweise jungen Gerhard- und Christa-Zunger-Stiftung, die in Wesel unter anderem Wohnungen an Flüchtlinge vermietet, kam plötzlich die alte Halle am Quadenweg 6 ins Spiel. Der stark sanierungsbedürftige Zweckbau, in dem früher die Familie Zunger und anschließend die Firma von Hippel als Mieter unter anderem bewegliche Werbefiguren produziert hatten, soll nun Ende des Jahres abgerissen werden und einem Kindergarten-Neubau Platz machen. Den beiden aktuellen Mietern wurde bereits gekündigt. Die von Hippel GmbH hat vor Jahren ihren Sitz nach Schwerin verlegt und dort eine Gewerbeimmobilie gekauft.

Die Entscheidung des Stiftungsvorstandes ist ganz im Sinne von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Jugenddezernent Rainer Benien und Fachbereichsleiterin Ila Brix-Leusmann. Die Verwaltungschefin hat gestern einen entsprechenden Vertrag der Stadt mit der Stiftung unterschrieben. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre - mit Option auf Verlängerung.

"Das heißt aber nicht, dass wir als Stadt die Miete für die Einrichtung zahlen, sondern der Träger der Tagesstätte", erklärte Westkamp auf Nachfrage. Doch dieser steht noch nicht fest. Ebenfalls noch unklar ist, wie viel die Stiftung in das barrierefreie Objekt investieren wird. "Das müssen wir alles sehen. Geplant ist, dass der Kindergarten zu Beginn des neuen Kindergartenjahres 2018 Eröffnung feiert", sagte Stiftungs-Vorstandsmitglied Wim Baumann kurz vor der Vertragsunterzeichnung im Anbau des Weseler Rathauses.

Unabhängig davon, wie hoch die Investitionssumme für das Objekt sein wird (Wim Baumann: "Auf jeden Fall unter zwei Millionen Euro"), will die Stadt die Kosten für die Gestaltung des Außengeländes (maximal 250.000 Euro) und der Inneneinrichtung (90.000 Euro) übernehmen. Je nach Belegung und Auslastung wird die Stadt auch noch Zuschüsse zu den Mietkosten übernehmen. Zunächst sollen drei Gruppen entstehen, in denen vor allem Kinder unter drei Jahren betreut werden. "Falls der Bedarf steigt, gibt es auch die Möglichkeit, eine vierte Gruppe zu eröffnen", sagte Rainer Benien. Er ist überzeugt, dass die Kita "den gesamten Bereich aufwerten wird".

Zweck der gemeinnützigen Gerhard- und Christa-Zunger-Stiftung, die unter dem Vorsitz von Magdalene Köster und Anna Schweers-Baumann (beide Rees) steht, ist unter anderem die Unterstützung von bedürftigen beziehungsweise auch krebskranken Kindern. In ihrem Testament hatte das kinderlose Ehepaar Zunger verfügt, dass nach ihrem Tod eine Stiftung ins Leben gerufen werden sollte. Der Zinsertrag aus dem Stiftungskapital wird demnach für gute Zwecke verwendet. Und dass ein neuer Kindergarten ein wirklich guter Zweck ist, daran haben die Vertragspartner keine Zweifel. Das Jugendamt, das Team vom städtischen Gebäudeservice und der Stiftungsvorstand werden in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam an der Realisierung des Projektes arbeiten.

Quelle: RP
 
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