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Wesel
Streit um Standortsuche für neues Kombibad

Wesel. Die Fraktion Wir für Wesel (WfW) übt Kritik an der Politik von SPD und CDU in Sachen Kombibad. Fraktionschef Thomas Moll verweist auf Sondageuntersuchungen für den Bau eines Bades im Heubergpark und nennt dafür einen Kostenrahmen von 200.000 Euro. Verwaltung und den Mehrheitsfraktionen wirft er unkoordiniertes Handeln vor. Der Bäder-Standort am Rhein würde öffentlich weiter favorisiert, im Hintergrund würde Geld für Alternativprüfungen am Heubergpark ausgegeben. "Dilettantisch" nennt Moll das Vorgehen.

Hintergrund: Der Standort des geplanten Kombibades steht immer noch nicht fest: Am Rhein neben dem Freibad gibt es planerische Hürden. Zuletzt brachte SPD-Fraktionschef Ludger Hovest deshalb den Alternativstandort Heubergpark ins Gespräch. Dort liegen aber unter anderem Versorgungsleitungen.

WfW-Fraktionschef Moll erinnerte gestern daran, dass Bäderchef Franz Michelbrink frühzeitig vorgeschlagen habe, eine Machbarkeitsstudie für ein Kombibad in Auftrag zu geben, um Standorte in Wesel zu untersuchen und ein Büro für Projektsteuerer einzuschalten. Das sei abgelehnt und Michelbrink im Streit abberufen worden. Ursprünglich sei dann geplant gewesen, einen neuen Geschäftsführer mit der Projektsteuerung zu betrauen. Nun aber werde ein Projektsteuerer gesucht - und zusätzlich ein Geschäftsführer. Moll fragt sich, welche Aufgabe dann der neue Geschäftsführer der städtischen Bäder hat.

Wesels Grünen-Fraktionssprecher Ulrich Gorris begrüßt den Plan, einen Projektentwickler zu engagieren. Dann sei aber die Einstellung eines neuen Geschäftsführers bei der Bädergesellschaft überflüssig, so Gorris. Franz Michelbrink solle dann Geschäftsführer bleiben.

(sep)
 
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