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Wesel
Student entwickelt App für Flüchtlingshilfe

Wesel. WESEL (RP) Wer sich schon einmal an einem fremden Ort zurechtfinden musste, der weiß, wie verloren man sich anfangs fühlen kann. Umso schwieriger wird es, wenn die fremde Stadt so ganz anders ist, als diejenigen Städte, die man schon kennt. Das muss doch leichter gehen, dachte sich Jonas Hallmann, Student der Medien- und Kommunikationsinformatik an der Hochschule Rhein-Waal, und entwickelte eine App, die Flüchtlingen auf einen Klick alles Wissenswerte der neuen Umgebung darbietet. Auch die Stadt Kamp-Lintfort war von der App überzeugt und möchte die Hilfe per Smartphone testen.

Denn dass die Flüchtlinge viele Fragen haben, haben vor allem die Mitarbeitern des Sozialamtes der Stadt bemerkt. Wie kann ich mich zu einem Deutschkursus anmelden? Gibt es einen Sportverein für mich? Wie finde ich einen Kindergartenplatz für mein Kind oder einen Arzt, wenn ich krank bin? Flüchtlinge benötigen in den ersten Wochen nach ihrer Ankunft in Deutschland viele Informationen, damit sie sich in der neuen Umgebung orientieren können. Die mehrsprachige App "easyl.kamp-lintfort" von Student Jonas Hallmann kann die Mitarbeiter entlasten.

Die App funktioniert webbasiert, kann also über das Smartphone oder auch den Computer unter der Adresse www.easyl.kamp-lintfort.net abgerufen werden. Die Seite ist bisher in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Russisch, Urdu, Tigrinia, Farsi, Persisch und Albanisch abrufbar. Für viele Flüchtende ist das Smartphone eine wichtige Orientierungshilfe. Deshalb wollen wir Ihnen als Stadt die Möglichkeit bieten, einfach und unkompliziert an für sie wichtige Informationen zu kommen", sagt Sozialdezernent Christoph Müllmann. Diese Intention spiegele sich auch im Namen der App wider: easyl.kamp-lintfort, einer Kombination aus dem englischen Wort "easy" für "einfach" und dem Wort Asyl. "Diese Hilfe ist auch leicht in jeder anderen Gemeinde einzusetzen. Da das Gerüst nun steht, brauchen nur noch die Informationen ausgetauscht werden. Wir hoffen, dass auch andere Städte und Gemeinden diese Hilfe nutzen werden." Auch die Flüchtlinge seien begeistert.

Quelle: RP
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