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Wesel
Tafel gehen Lebensmittelspenden aus
Wesel. Der Verein Weseler Tafel, der in seinem Laden am Mühlenweg Lebensmittelspenden an Bedürftige verteilt, schlägt Alarm: Die Zahl der Neuanmeldungen hat zuletzt um wöchentlich gut 30 bis 40 Personen zugenommen. Von Klaus Nikolei

Gleichzeitig erhält die Tafel immer weniger Lebensmittelspenden, weil Supermärkte besser kalkulieren als noch vor Jahren und entsprechend weniger Ware haben, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen. Milchprodukte wie Quark, Käse und Joghurt erhalten die Tafel-Mitarbeiter so gut wie gar nicht mehr. Folge: Ab heute wird kein neuer Interessent mehr in die Kartei aufgenommen. "Wir müssen so reagieren. Es geht nicht anders, bis sich die Lage vielleicht wieder ändert", bittet der Vereins-Vorsitzende Horst Maiß um Verständnis. Aktuell kommen Woche für Woche 300 Bedürftige in den Tafel-Laden, um dort für sich und ihre Angehörigen Nahrungsmittel zu holen.

Um die Situation zu verbessern, wird Maiß in den nächsten Tagen Kontakt zu treuen Spendern (unter anderem Byk-Chemie, Verbands-Sparkasse, Volksbank Rhein-Lippe, Sparda-Bank) aufnehmen, "um dort ein wenig zu betteln", wie er sagt. Außerdem denkt er darüber nach, morgen vor Beginn der Ratssitzung (16.30 Uhr) am Rathaus mit einer Sammelbüchse aufzukreuzen, um so die Kommunalpolitiker auf die Probleme des Vereins hinzuweisen.

Quelle: RP
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