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Wesel
Tausende Entchen fahren um die Wette

Wesel. Beim dritten Entenrennen auf dem Auesee treten am 12. Juni kleine, große und aufgemotzte Quietscheentchen an. Von Oliver Burwig

Schon 2000 Enten haben der Lions Club Wesel und die Kreaktiv-Bürgerstiftung verkauft, 1000 stecken noch in ihrer durchsichtigen Plastikverpackung und hoffen auf ihre Chance, einen Startplatz beim dritten Entenrennen auf dem Auesee zu bekommen. In vier Rennkategorien - Kindergärten/Schulen, Ehrenamtliche Organisationen, "getunte" Enten und Open - schippern sie am übernächsten Sonntag (12. Juni) auf einen Flaschenhals zu, durch den am Ende nur eine Ente passt. Einen Preis gibt es nicht nur für die Top-Platzierten, sondern auch für die lahmste Ente.

Ob das Wetter - sprich, der Wind - am Renntag stimmt, kann niemand sagen. Damit die kleinen gelben Schwimmer in Gang kommen, sorgt notfalls die Feuerwehr für Wasserströmung oder Wind aus speziellen Schläuchen. Das können sich die Teilnehmer sogar zunutze machen, denn in der Kategorie "Tuning" ist alles erlaubt: Die Enten können Segel haben, Schwimmhilfen, um sie stromlinienförmiger oder breiter zu machen und natürlich auch bunter Schmuck, um wenigstens Eindruck zu schinden, falls es für den ersten Platz nicht reicht. Dass nicht "gedopt" wird, die Enten also etwa versteckte Motoren haben, kontrolliert eine eigene Jury nach Einlaufen der letzten Renn-Ente.

Um 11.30 Uhr beginnt das Rennen der Grundschulen und Kindergärten, die von Sponsoren mehrere hundert Enten bekommen haben. Auch die ehrenamtlichen Organisationen sind mit einer eigenen Kategorie beim Rennen vertreten. Um 12.30 Uhr starten zehn 42 Zentimeter große Jumbo-Enten, auf denen die Logos der Institutionen prangen. Um die 1500 Entchen erwartet Dieter Dünnhaupt vom Lions Club beim offenen Rennen (15 Uhr), an dem jeder teilnehmen kann. Die Enten dürfen allerdings nicht verändert werden - es heißt also, ein gutes Auge auf die eigene Ente zu haben, die die Jury am Ende durch die auf dem Boden wasserfest aufgedruckte Nummer unterscheidet. "Am Ende gibt es immer einen fürchterlichen Stau", sagt Dünnhaupt. Es dauert eben, bis auch die letzte Ente am Ziel ist. Doch auch das gehört zum Witz der Veranstaltung, ebenso der Schluss, bei dem alle Quietscheenten - bis auf die Gewinnertiere - auf einen Haufen gekippt werden, damit sich die Teilnehmer ihre Ente herauswühlen können. Den Siegern winken ein Fahrrad, ein Wellness-Tag und "wertige Sachpreise". Höhepunkt des Tages ist das Rennen der "getunten" Enten (14 Uhr), die vor dem Startschuss noch am See ausgestellt sind. Zu den Preisen gehören Hotel-Übernachtungen und ein Wochenende mit einem Elektro-Auto.

Enten zur Teilnahme gibt es in allen 13 Filialen der Volksbank Rhein-Lippe für fünf Euro, aber auch noch am 12. Juni am See. Der Erlös aus der Veranstaltung fließt in wohltätige Projekte des Lions Clubs und der Bürgerstiftung.

Quelle: RP
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