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Schermbeck
Tennenfest in Gahlen so gut besucht wie nie

Schermbeck. Arbeitsgruppen des Heimatvereins gewährten am Sonntag Einblicke in ihre interessante Arbeit.

Es spricht sich so langsam rum, dass das Tennenfest des Gahlener Heimatvereins zu den interessantesten Events der Gemeinde gehört. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher auf das Gelände des Heimatmuseums "Olle Schüer" an der Bruchstraße.

In und außerhalb des Museums gewährten am Sonntag die einzelnen Arbeitsgruppen des Heimatvereins einen Einblick in ihre Arbeit. Holger Hemmert von der historischen Löschgruppe stellte die Multicar-Drehleiter "MC 22-1" vor, deren Umbau rund 1400 Arbeitsstunden in Anspruch nahm.

Sabine Höchst und Anne Ruloff gaben einen Einblick in den beschwerlichen Alltag der Hausfrauen beim Waschen von Wäsche. Die älteren Besucherinnen konnten sich daran erinnern, wie sie selbst einmal am Waschbrett standen, mit einer "Miele 42" das Auswringen der Wäsche bewerkstelligten oder mit einer Mangel die Falten aus den Wäschestücken beseitigten.

Waldtraut Biedermann von der Deko-Gruppe gestaltete Kartoffelschütten aus Weidenruten. Maskottchen Gertrud schaute neugierig zu, wie die zur selben Gruppe gehörenden Mitglieder Renate Hartwig, Gabriele Marrali und Marianne Schulte geflochtene Graszöpfe, Lavendelsträuße und dekorative Serviettenringe zum Verkauf anboten.

Türstopper, Fahrradtaschen und Körnerkissen stellten Sabine Schulz und Barbara Damaschke vom Arbeitskreis "Kreativ Handarbeits-AG" vor. Gabriele Scheller, Marianne Roth, Lore Höchst, Marion Rusch und Elvira Grefer von der Arbeitsgemeinschaft "Vom Schaf zur Socke" zeigten, wie am Spinnrad Wolle zu Garn versponnen wurde.

Die Landtechnikfreunde des Heimatvereins fuhren mit mehreren Traktoren vor. Sie zeigten eine Fülle landwirtschaftlicher Geräte, die in früheren Jahrzehnten zur Feldbestellung oder zum Ernten benötigt wurden. Das reichte von der Kartoffellegemaschine über den Gabelheuwender bis hin zum Mähbalken und zum Leiterwagen. Eine Mais-Ernte wurde vorgeführt. Auf dem Nachbarfeld wurden mit Hilfe eines Kartoffelroders Kartoffeln vom Erdreich befreit, die von den Besuchern gegen eine Spende für die heimische Verwendung aufgesammelt werden durften.

In der "Klumpenkaamer" zeigte Claus Matrose den Herstellungsprozess von Klumpen vom Rohling über die Arbeit mit Maschinen zum Kopieren und Bohren bis hin zum polierten fertigen Holzschuh.

Auf den beiden Ebenen des Museums konnten die Besucher zahlreiche Exponate in Augenschein nehmen, die das Leben und Wirken der Gahlener Bevölkerung in den letzten 100 Jahren dokumentieren. Den Schwerpunkt bilden Gerätschaften aus dem Haushalt und aus der Landwirtschaft.

Für das leibliche Wohl sorgten einzelne Gruppen des Heimatvereins. Die "Küchenfeen" Uschi Mönninghoff, Eva Krake, Ulla Hermeler, Monique Jung und Anke Stordel lockten hungrige Besucher mit Reibekuchen und Erbsensuppe und Pfannkuchen.

(hs)
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