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Wesel
Tobe-Paradies auf 1800 Quadratmetern

Wesel: Tobe-Paradies auf 1800 Quadratmetern
Viel Rasen, Sand und Gummigranulat-Belag: So wird das Außengelände der neuen Awo Innenstadt-Kita (früher Brüner-Tor-Schule) umgestaltet. FOTO: ASG
Wesel. Die frühere Grundschule am Brüner-Tor-Platz wird für 1,4 Millionen Euro zu einem Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt umgebaut. Während die Hauptarbeiten im Gebäude abgeschlossen sind, beginnt nun die Gestaltung der Außenfläche. Von Klaus Nikolei

So mancher Autofahrer, der zwischen Feuerwache und Mölderplatz in der Innenstadt unterwegs ist, wundert sich womöglich über den akkurat aufgeschütteten Erdwall auf dem Eckgrundstück Kurfürstenring/Blankenburgstraße. Besagter Wall begrenzt die Außenanlage der neuen Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo), die in der umgebauten ehemaligen Grundschule Am Brüner-Tor-Platz am Donnerstag, 1. Oktober, seine Pforten öffnen wird. Während, wie mehrfach berichtet, die Umbauarbeiten im Inneren des schmucken Altbaus so gut wie abgeschlossen sind, präsentiert sich der ehemalige Schulhof aktuell noch als Brachfläche. "Wir sind praktisch bei Null. Doch wird sich dieser Zustand in den nächsten Wochen rasend schnell verändern", verspricht Heinz-Georg Oberender, der beim städtischen Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) für Grünflächenneubau und Baumschutz verantwortlich ist und bei dem während der Umbauphase alle Fäden zusammenlaufen. Zum Termin mit der RP hat er einen großen Lageplan mitgebracht, auf dem die einzelnen Bereiche des Außengeländes eingezeichnet sind.

Der neue Kindergarten liegt nun mal an einer viel befahren Straße. Deshalb haben die Planer viel Wert auf das Thema Lärmschutz gelegt. Auf den 1,20 Meter hohen Wall werden mit Erdreich gefüllte Elemente montiert, die den Straßenlärm schlucken werden. Zwischen dem Kita-Gerätehaus und dem Hauptgebäude wird auf einer Strecke von gut 20 Metern noch eine 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand aufgestellt, die auf Wunsch der Feuerwehr über eine Tür verfügt.

ASG-Mitarbeiter Heinz-Georg Oberender erklärt, wie die Umbau der Fläche am Kurfürstenring vonstatten geht. FOTO: Malz

Am ehemaligen Lehrerparkplatz an der Lippeheystraße beginnt eine gut 40 Meter lange und "annähernd barrierefreie" Rampe, die zum Kita-Eingang führt. Die gepflasterte, an beiden Seiten eingezäunte Rampe soll vor allem Eltern mit Kinderwagen den Weg in die Tagesstätte erleichtern.

Auf gut 1800 Quadratmetern können die Kinder der Einrichtung künftig nach Herzenslust toben. Alte Bäume - zumeist Linden - sorgen im Sommer für reichlich Schatten. Zu den Highlights zählen ein Wasserspielplatz, eine Art Tartanbahn, auf der Bobbycar-Rennen veranstaltet werden können, sowie ein Trampolin und ein Atrium mit Baumstumpf-Sitzen. Das alte Klettergerüst auf dem früheren Schulhof war so marode, dass es entsorgt werden musste. "Es hätte sowieso abgebaut werden müssen, weil die Holzkonstruktion nicht mehr verkehrssicher war", erklärt Heinz-Georg Oberender. Die Tischtennisplatten und Sitzbänke wurden abmontiert und sollen an geeigneten Stellen an Weseler Schulen wieder aufgebaut werden. Und zwar noch in diesem Jahr.

Spielt das Wetter mit, dann wird die Firma Tell Bau aus Norden in Ostfriesland, Gewinner einer externen Ausschreibung, den Umbau Mitte September abgeschlossen haben. Tell Bau ist in Wesel bekannt als das Firma, die das Auestadion vor Jahren umgebaut hat.

Wenige Wochen, nachdem die Kita im Herbst startet (siehe Infobox), soll ein Fachbetrieb mit der Bepflanzung der Lärmschutzelemente beginnen. Zur Wahl stehen, erklärt Heinz-Georg Oberender, beispielsweise ungiftige Rangpflanzen wie Wilder Wein oder aber auch Clematis.

Quelle: RP
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