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Niederrhein
Trampeltier Taifun fegt durch Zoo

Niederrhein. Seit vier Wochen haben die Trampeltiere in Duisburg Nachwuchs: Einen lebhaften Hengst, der sich gut entwickelt. Von Carolin Skiba

Übermütig galoppiert das Trampeltierfohlen durch sein Gehege im Zoo. Das Jungtier hüpft, buckelt und schlägt Haken - und macht seinem Namen alle Ehre. "Er ist ein richtiger Wirbelwind, da passte der Name Taifun ganz gut", sagt Revierleiter Mike Kirschner. An seiner Art sehe man auch, dass es ihm gut gehe, weiß Kirschner. Allmählich richten sich auch die Höcker des Kamels auf. "Bei seiner Geburt waren sie noch eingeklappt und ganz verknittert." Anders als oft angenommen, sind die Höcker der Tiere kein Wassertank, sondern ein Fettreservoir, das das Kamel anlegt, wenn es reichlich Futter gibt.

"Davon zehrt es in Notzeiten", sagt Kirschner. Viel Wasser - bis zu 200 Liter - können sie in ihrem Magensystem einlagern. Bis solche Mengen Wasser in Taifuns Magen passen, muss der Hengst noch wachsen. Und ganz sicher auf den Beinen ist er auch noch nicht. Als es ihn am Hinterteil juckt, versucht er, mit den Zähnen Abhilfe zu schaffen - und fällt um. Kein Wunder, Taifun ist erst vier Wochen alt und muss noch lernen, wie er Körper und Beine in Einklang bringt. Dazu hat er im Zoo noch anderthalb Jahre Zeit. "Wenn er futterfest ist, feste Nahrung wie Heu, Obst und Kraftfutter frisst, wird er woanders untergebracht", sagt Kirschner.

Ein zweiter Hengst in der Herde bringe Unruhe. Selbst jetzt schon werden er und sein Vater Sultan nur abwechselnd auf das Gelände gelassen. "Gerade ist Brunftzeit, da sind die Hengste besonders dominant und eifersüchtig. Sogar auf ihre Jungen", sagt der Revierleiter. Darum ist Taifun zunächst nur am Nachmittag zu sehen.

Quelle: RP
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