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Wesel
Trio Kontra kommt mit Musik aus vier Jahrhunderten

Wesel. Wenn Musiker Preisträger der "Bundesauswahl Konzerte junger Künstler" sind, kann man davon ausgehen, dass sie Meister ihres Faches sind. Dies gilt auch für Johanna Pichlmair (Violine), Andreas Ehelebe (Kontrabass) und Georg Michael Grau (Klavier), die am Freitag, 21. Oktober, ab 20 Uhr im Bühnenhaus zu hören sein werden. Sie sind Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben, haben Konzerterfahrung als Solisten und sie bilden das Trio Kontra.

Das Ensemble entschied sich für diesen Namen, da im Gegensatz zur üblichen Klaviertriobesetzung, die sich aus Violine, Violoncello und Klavier zusammensetzt, der Kontrabass den Platz des Cellos einnimmt. Die drei jungen Musiker bieten in dieser Besetzung ein reizvolles Programm voller Kontraste. Durch den Kontrabass bedingt kommt es zu einer Gegenüberstellung von Giovanni Bottesini, Komponisten des 19. Jahrhunderts und dem polnischen Komponisten der Nachkriegsmoderne Krzysztof Penderecki. Weiterer Programmpunkt ist die Sonate in c-moll von Johann S. Bach. Auf wen sich die Klage oder gar Totenklage des "Trio élégiaque Nr.1 in g-moll" bezieht, hat Komponist Sergej Rachmaninoff verschwiegen. Man kann den Titel auch als Selbstbekanntnis des Komponisten verstehen. Rachmaninoff war berühmt-berüchtigt dafür, nie zu lächeln, geschweige denn zu lachen. Melancholie galt als sein Merkmal. "Las Cuatro Estaciones Porteñas" (Die Vier Jahreszeiten) ist typisch für den Stil Astor Piazzollas, der auf dem Tango basiert und Elemente aus Klassik und Jazz integriert.

Quelle: RP
 
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