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Schermbeck
Trotz geplanter Hühnerfarm: Politik für Bebauung in Gahlen

Schermbeck. Mit großer Mehrheit hat der Planungs- und Umweltausschuss die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 46 "Wohnbebauung südlich der Kirchstraße, 3. Abschnitt" beschlossen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, im Zuge der wohnbaulichen Entwicklung dieses Bereiches mit der Schermbecker Boden GmbH & Co KG einen Erschließungsvertrag und einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen. Dieter Gierse (Grüne) stimmte dagegen. Das Gahlener CDU-Ratsmitglied Heinz Hemmert enthielt sich. Auf einer 6000 Quadratmeter großen Fläche, die südlich der Kirchstraße und nordwestlich an das in den letzten Jahren entstandene neue Baugebiet angrenzt, sollen zwölf Einzel- oder Doppelhäuser errichtet werden. Diese Fläche ist im Flächennutzungsplan der Gemeinde Schermbeck als Wohnbaufläche dargestellt.

Gierse plädierte vergeblich für eine Verschiebung der Entscheidung mit dem Hinweis darauf, dass derzeit Planungen im Raum stünden, in der Nähe einen großen Biolegehennenstall zu errichten. Bauamtsleiter Gerd Abelt verwies darauf, dass die jetzt vorhandene Bebauung wesentlich näher an dem Stall liegt und dass aus diesem Grunde alle Bedenken gegen einen geplanten Stall im Rahmen der Behandlung eines Bauantrages für den Stall bereits berücksichtigt würden.

Als Bürgermeister-Stellvertreter plädierte Herbert Tekaat dafür, unbedingt für diese Fläche einen Baubedarf anzumelden, weil das gegenüber dem Regionalverband Ruhr die einzige Chance bringe, auch künftig noch eine Entwicklung in Gahlen erreichen zu können.

Einig waren sich die Fraktionen, dass in den Verträgen mit der Schermbecker Boden GmbH & Co. KG sauber festgelegt werden soll, dass die Häuser vorrangig an Gahlener Bewerber vermarktet werden sollen. Die Verwaltung begrüßt die Forderung der Politiker, weil es ihrer Auffassung von der künftigen Wohnbauflächenpolitik in Schermbeck entspricht. Danach sollen künftig Wohngebiete vorrangig in Schermbeck entwickelt werden, die gezielt für bestimmte Bevölkerungsgruppen vorgesehen werden, zum Beispiel schwerpunktmäßig für junge Schermbecker Familien.

Der gestrige Beschluss war die Voraussetzung für die Erstellung eines ersten Entwurfes des Bebauungsplanes durch ein Planungsbüro.

(hs)
 
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