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Wesel
Unfall mit Schulbus in der Feldmark verläuft glimpflich

Wesel: Unfall mit Schulbus in der Feldmark verläuft glimpflich
Der Schulbus mit 25 Zweitklässlern wurde in einen Unfall verwickelt. FOTO: Nikolei
Wesel. Zweitklässler ist mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Hospital eingeliefert worden. Dort wurden auch 24 andere Kinder vorsichtshalber untersucht. Von Klaus Nikolei

Was für ein Schreck für 25 Zweitklässler der Feldmarker Gemeinschaftsgrundschule: Auf der Fahrt vom Schwimmunterricht in Bislich zurück zum Holzweg, musste der Schulbus gestern gegen 10.20 Uhr urplötzlich im Bereich Ackerstraße/Karl-Straube-Straße stark abbremsen. Ein Autofahrer aus Duisburg (83) hatte dem Bus die Vorfahrt genommen und war gegen die Radkappe des Fahrzeugs eines Xantener Omnibusbetriebes geprallt. Bei der Bremsaktion ist ein Junge, der ganz offensichtlich ein wenig gedöst hatte, mit dem Kopf gegen den Fordersitz geprallt. Das Kind wurde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Marien-Hospital eingeliefert.

"Was für ein Glück, dass den anderen Kindern nichts oder nicht viel passiert ist." Schulleiter Wolfgang Mömken wirkt angespannt und erleichtert zugleich. Er hat dafür gesorgt, dass die Schulsekretärin die Eltern aller Kinder telefonisch über den Unfall informiert. Eine Reihe mehr oder weniger besorgter Mütter und Väter finden sich im Minutentakt an der Ackerstraße ein, wo sich eine ganze Reihe Rettungssanitäter und Seelsorger eingefunden haben, um vor allem weinende Mädchen im Bus zu trösten. "Vati, ein Busunfall", ruft ein Junge, als er seinen Vater kommen sieht. Der würde seinen Sohn gerne sofort mit nach Hause nehmen. Doch dann erfährt er von den Rettungskräften, dass der Bus in ein paar Minuten mit allen Kindern ins Marien-Hospital fahren wird, um zu schauen, ob sie wirklich alle in Ordnung sind.

"Dass ist eine gute Regelung", sagt Nina Marschall, die ein wenig abseits mit einer anderen Schülermutter steht. Ihren beiden Zwillingen Jolina und Josie (8) geht es im Bus den Umständen entsprechend gut. Josie hat ein wenig geweint. "Das ist", vermutet die Altenpflegerin, "wohl der Schock. Außerdem hat sie Hunger und Durst. Alles halb so schlimm."

Ein älteres Ehepaar sitzt auf einem Mäuerchen und beobachtet die Szene. Der Mann, ein 83-jähriger Duisburger, ist der Unfallverursacher. "Ich bin nur gegen das Rad des Busses gefahren. Wäre das kein Bus, sondern ein Auto gewesen, hätten wir noch nicht mal die Polizei rufen müssen." Dass ein Kind wegen der Vollbremsung verletzt wurde und ins Krankenhaus gebracht werden musste, tut im leid. Ihm und seiner 81-jährigen Frau ist nichts passiert.

Dann, kurz vor zwölf Uhr, setzt sich der Busfahrer ("Ich war mit Tempo 30 unterwegs, musste dann bremsen") wieder ans Steuer. Eskortiert unter anderem von zwei Rettungswagen mit Blaulicht, geht's langsam in Richtung Hospital. Dort soll die eine Hälfte der Kinder in der Notaufnahme durchgecheckt, die andere Hälfte in der Kinderklinik untersucht werden. Alle dürfen später nach Hause. Hinterher meldet die Polizei, dass offenbar sieben Kinder leicht verletzt wurden.

Quelle: RP
 
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