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Wesel
Unkraut-Problem: Bürger haben viele Ideen

Wesel: Unkraut-Problem: Bürger haben viele Ideen
FOTO: Malz, Ekkehart (ema)
Wesel. Auf den RP-Bericht "Wer rückt Unkraut zu Leibe?" gab's zahlreiche Reaktionen. So beispielsweise Lob für den Vorschlag der CDU, Asylbewerber für Säuberungsaktionen zu begeistern. Außerdem Hinweise auf Schmutzecken in der Stadt. Von Klaus Nikolei

Das von der RP am Samstag aufgegriffene Thema Unkraut spricht vielen Lesern aus der Seele. So hat sich beispielsweise Gerald L. Young aus Obrighoven bei der Redaktion gemeldet und folgenden Vorschlag unterbreitet: "Warum sollten nicht freiwillige Bürger und gerne auch Politiker an einem Wochenende die mit Unkraut übersäten Verkehrsinseln reinigen. Das ist in wenigen Stunden erledigt", sagt der gebürtige Engländer.

Zusätzlich wäre der 53-Jährige auch bereit, an Wochenenden mit Asylbewerbern die Verschönerungsarbeiten durchzuführen. Vorausgesetzt, dass der eigentlich zuständige Landesbetrieb Straßen NRW die Verkehrsinseln absichern würde. Der Vorschlag, in Wesel lebende Flüchtlinge für diese Arbeiten zu gewinnen und ihnen dafür auch ein Entgelt zu zahlen, kam, wie berichtet, von CDU-Fraktionschef Jürgen Linz. Manfred Hell aus Flüren kann Linz nur gratulieren. "Eine sehr gute Idee, das Problem des Unkrauts mit dem Einsatz junger Asylbewerber zu lösen. Denn es gibt nichts Schlimmeres für junge Menschen, als sich überflüssig zu fühlen", sagt der frühere Kapitän der Weseler River-Lady. Er könne sich gut vorstellen, dass die Helfer am Ende selbst Freude hätten an der geleisteten Arbeit, was zu einer Aufwertung ihres Egos führe.

Mit großem Interesse hat auch Dirk Schmitz vom Fusternberg den Bericht gelesen. Er bricht eine Lanze für die äußerst fleißigen Mitarbeiter des städtischen Betriebes ASG, die sich eben nicht um alles kümmern könnten. Mit einem Augenzwinkern bemerkt Dirk Schmitz: "Wenn nun NRW-Minister Michael Groscheck vielleicht nach einem Gespräch mit Wesels SPD-Landtagsabgeordneten Norbert Meesters hier auftaucht und nach dem Unkraut sieht, dann hätte er wirklich auch nachträglich den Eselorden verdient. Ja, dann könnte man ihm vielleicht sogar als erstem Menschen den Eselorden ein zweites Mal verleihen. Und damit würde dann sowohl die Stadt Wesel als auch Herr Groscheck weiter an Aufmerksamkeit in NRW gewinnen."

Aufmerksam machen möchte Dirk Hohmann aus Wesel auf den Zustand der Parkbuchten vor den Häusern Rohleerstraße 23 und 25. Unter anderem dort müsse Wesel sauberer werden. Und RP-Leser Heinz Dickmann ist aufgefallen, dass auf der Rohleerstraße noch immer Herbstlaub liege. Womöglich würden parkende Autos den Einsatz von Kehrmaschinen verhindern. Sein Vorschlag: "Vielleicht sollten Schilder auf die Kehrtermine hinweisen, so dass dann die Fahrbahnen frei sind." Außerdem regt er an, unter anderem im Bereich Am Nordglacis die stark verschmutzten Verkehrsschilder zu reinigen und die mit Blättern verstopften Gullys an der Van-Gent-Straße zu leeren.

Quelle: RP
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