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Fritz.schubert
Unsere Woche Aue-Ideen und ein Abschied

Wesel. Eine GmbH als Dachorganisation für alle Aktivitäten in der Weseler Rheinaue schwebt Bernd Reuther (FDP) vor. Das hat durchaus Charme, denn trotz aller Arbeitskreise (Rheinpromenade etc.) kann eine richtige Koordinationsstelle nicht schaden. Auch dürfte so eine Gesellschaft im Sinne jener Mahner sein, die sich gegen Rummel im Erholungsgebiet aussprechen. Eine Aue GmbH könnte dazu dienen, Veranstaltungen aufeinander abzustimmen. Die Bäder GmbH, schon jetzt mit Wiesnfest und anderen Partys am Freibad im Geschäft, könnte eine wichtige Rolle dabei spielen. Erst recht mit einem künftigen Kombibad. Das aber ist vom Okay der Bezirksregierung abhängig. Eine Baugenehmigung fürs Hochwassergebiet ist heutzutage so leicht nicht zu bekommen. Allerdings auch nicht unmöglich.

Die Aussicht, von drei Bädern zwei schließen zu können, wenn am Rhein eine Anlage entsteht, die an einer Stelle mehr ermöglicht, als vorher an drei Standorten zu bieten war, klingt verlockend. Über die Lage am Ende der Promenade lässt sich sowieso nicht streiten: allererste Sahne. Da ist sich auch Wesels Politik völlig einig, die in Sachen Bislichbad nur scheinbar auseinanderdriftet. Am Ratsbeschluss zur Schließung halten alle fest, die im Mai das Sparpaket geschnürt hatten. Es sei denn, es findet sich doch noch ein Trägerverein. Aber da müsste sich schon eine Menge im Sinn der ausgeguckten Vereine bewegen. Angebote zu neuen Gesprächen mit der Bäder GmbH sind da. Zu hören ist bislang noch nichts. Eine Hängepartie.

Vergleichsweise ruhig ist es an der politischen Front in Hamminkeln. Da waren die Wahl zu verdauen und jetzt die Herbstferien zu genießen. Und da war noch ein Mann zu feiern, der 14 Jahre lang die Geschicke der Stadt gelenkt hat. Holger Schlierf hat seine Beiträge zu vielen Lösungen zwar selbst stets als klein bezeichnet, doch war es genau diese Art, die ihn so beliebt gemacht hat. Er war als Bürgermeister ohne Parteibuch eine Integrationsfigur für alle Hamminkelner, wurde auch von Kritikern respektiert und galt als verlässlicher Partner für Nachbarkommunen und Oberbehörden. Wie groß die Schuhe für seinen Nachfolger Bernd Romanski sind, wird sich zeigen. Als er zur Wahl antrat, hatte er nichts zu verlieren. Jetzt hat Romanski alles gewonnen. Und alle sind gespannt, was er daraus macht.

Quelle: RP
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