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Wesel
Unterricht in Ex-Hausmeisterwohnung

Wesel: Unterricht in Ex-Hausmeisterwohnung
Die Hausmeisterwohnung in der Grundschule Büderich wird zum Klassenraum umgebaut. Bernd Mayboom (Gebäudeservice) ist für die Planung zuständig. FOTO: Malz
Wesel. Verwaltung informierte im Schulausschuss unter anderem über den Umbau an der Büdericher Grundschule. Die Politik stimmte dem Plan zu, die Bislicher Grundschule zum Teilstandort der Schule in Flüren zu machen. Von Klaus Nikolei

Läuft alles nach Plan, dann beginnt für die Büdericher Grundschule Ende des Jahres eine neue Zeitrechnung. Denn dann dürften die beiden dringend benötigten neuen Klassenzimmer sowie die Betreuungsräume fertig sein, die in der ehemaligen Hausmeisterwohnung und dem darüberliegenden Dachgeschoss derzeit entstehen. 319.000 Euro soll der Umbau insgesamt kosten, erklärte jetzt Fachbereichsleiterin Ila Brix-Leusmann in der Sitzung des Schulausschusses.

Während der Bauphase muss übrigens die Ganztagsbetreuung (OGS) in das fast komplett leerstehende Schulgebäude nach Ginderich umziehen. Das Gleiche gilt für die Mädchen und Jungen, die von "8 bis 13 Uhr" betreut werden. Im Klartext: Nach Unterrichtsschluss fahren die Kinder mit dem Bus von Büderich nach Ginderich und können von dort um 14 Uhr (nur Kinder der Gruppe "8 bis 13 Uhr"), 15 oder um 16 Uhr wieder zurückfahren. Ila Brix-Leusmann geht davon aus, dass auf die Stadt zusätzliche Beförderungskosten in Höhe von 22.000 bis 26.000 Euro zukommen.

Dass die Bislicher Grundschule am Deich ab dem kommenden Schuljahr Teilstandort der Theodor-Heuss-Grundschule in Flüren werden soll (RP berichtete ausführlich), fand die uneingeschränkte Zustimmung des Ausschusses. Mit dieser Lösung kann der Standort dauerhaft gesichert werden. Selbst wenn einmal die Zahl der Anmeldungen auf unter 15 fallen sollte. "Bei einer einmaligen Unterschreitung wird die Schule nicht geschlossen. Und laut Prognose ist davon auch nicht auszugehen. Da muss keiner Sorge habe", erklärte Schulamtsdirektorin Petra Klisch.

Intensiv und lange wurde im Ausschuss über das Thema Flüchtlingskinder gesprochen. Aktuell werden 166 Mädchen und Jungen in sogenannten Seiteneinsteigerklassen unterrichtet, die an verschiedenen Schulen eingerichtet sind. Allerdings, so machte Thorsten Hummel (Teamleiter Schule und Sport) deutlich, wird die Stadt von diesem Modell abrücken. "Künftig werden Flüchtlingskinder im Grundschulalter zwar noch speziellen Deutschunterricht bekommen, aber nicht mehr zu den Schwerpunktschulen gefahren. Sie gehen einfach in die wohnortnächste Grundschule, wo sie im Unterricht sozusagen ,im Vorbeigehen die Sprache lernen'." In den weiterführenden Schulen soll es allerdings weiterhin Seiteneinsteigerklassen geben.

Eine dieser Seiteneinsteigerklasse gibt es am Konrad-Duden-Gymnasium (KDG). KDG-Direktor Dr. Heinzgerd Schott berichtete im Ausschuss darüber, dass sich in der Klasse Schüler mit unterschiedlichen Begabungen befinden. "Die Schüler sind nicht, wie man denken könnte, im Sinne des gegliederten Systems vorsortiert, sondern sind zum Teil gerade mal alphabetisiert", so Schott. Aus diesem Grunde gibt es nun zwei Fördergruppen am KDG, die von einer im November eingestellten Fachlehrerin unterrichtet werden.

Dorothée Brauner, die Leiterin des Andreas-Vesalius-Gymnasiums, beklagte, dass ihre Schule bislang nicht vom Land mit einer zusätzlichen Lehrkraft bedacht wurde. Nun hofft sie, dass das Innenstadt-Gymnasium die vakante Stelle zum 1. Mai besetzen kann.

Quelle: RP
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