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Wesel
Vandalismus und Schmutz am Bahnhof

Wesel: Vandalismus und Schmutz am Bahnhof
Ekelhaft: Völlig verdreckt sind die Wände des Fußgängertunnels. An einigen Stellen sind sie auch mit Graffiti beschmiert. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Nach Gesprächen mit der Stadt ist die Bahn nun bereit, 50.000 Euro in nötige Reparaturen und in einen neuen Anstrich zu investierten. Von Klaus Nikolei

Von Weitem macht der Weseler Bahnhof einen ganz passablen Eindruck. Das hat nicht zuletzt mit den beiden großen Blumenbeeten und den schönen Alleebäumen zu tun. Außerdem sind in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die Immobilie und das Umfeld (Stichwort: P+R) geflossen. Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich zahlreiche Mängel, die bei aufmerksamen Zeitgenossen für Verdruss sorgen. Gerade auch jetzt, wo Wesel 775-jähriges Stadtjubiläum feiert und zahlreiche Gäste erwartet werden, die mit dem Zug anreisen. Da macht das Eingangstor zur Stadt nicht unbedingt den besten Eindruck. Ein Überblick:

Vorplatz Seit geraumer Zeit sind zwei Gitter, die über der Abwasserrinne zwischen der McDonald's-Terrasse und dem Bahnhof-Foyer liegen, zerstört. Die Stolperfalle ist mit hellgrüner Farbe markiert. Dass vor allem vor dem St.-Bonifatiushaus der Caritas (Ex-Bahnhofshotel) das Unkraut wuchert und der gesamte Bereich inklusive Ölberg allmorgendlich mit Fastfood-Verpackungsmüll übersät ist, bis ASG-Mitarbeiter alles wieder sauber machen, sei hier nur am Rande erwähnt.

Unfassbar: Platten am Eingang zum Bahnhof wurden mutwillig zerstört. FOTO: Malz Ekkehart

Fassade Bislang unbekannte Täter haben jüngst zwei große Fassadenplatten am Eingang zur Bahnhofshalle mutwillig zerstört. Und zwar nicht zum ersten Mal, wie notdürftig geflickte Platten an anderer Stelle zeigen.

Fußgängertunnel Der weiß beziehungsweise lichtgrau gestrichene Treppenabgang und der Fußgängertunnel sind völlig verdreckt, teilweise mit Graffiti beschmiert. An einigen Stellen platzt der Putz ab. In der Unterführung sind zwar seit fast sechs Jahren mehrere Überwachungskameras angebracht. Doch halten diese potenzielle Täter ganz offensichtlich nicht von ihrem Tun ab.

All diese Mängel sind der Bahn durchaus bekannt, wie Pressesprecher Dirk Pohlmann auf Anfrage erklärt. "Wir kennen das Problem und sind in der Tat mit dem Zustand auch nicht zufrieden", sagt Pohlmann und beklagt, dass es in Wesel ein Vandalismusproblem gebe. "Wir können uns da nur bei unseren Kunden entschuldigen. Gleichwohl handelt es sich bei den mutwilligen Zerstörungen um ein gesellschaftliches Problem." Dies zu lösen sei Aufgabe der Politik, sagt Pohlmann.

Doch die Bahn will selbst auch etwas tun, um den Bahnhof aufzuhübschen. Nach Gesprächen mit der Stadt soll kräftig in das Bahnhofsgebäude investiert werden. "Wir befinden uns noch in den Planungen. Auf jeden Fall soll sich da in diesem Jahr noch etwas tun", sagt Pohlmann. Unter anderem sollen Türen und die Fassade repariert, die gläserne Front an der Treppe erneuert werden. Insgesamt stehen 50.000 Euro zur Verfügung.

Auch wenn eigentlich die Stadt für die Unterführung zuständig ist, hat die Bahn kürzlich im Gespräch mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp angekündigt, die Kosten für die Renovierung zu übernehmen. Unter anderem sollen die Wände mit einem speziellen Graffiti-Schutz behandelt und neu gestrichen werden.

Quelle: RP
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