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Ann Kristin Olfen
"Verhindern, dass Qualität leidet"

Wesel. Geplanter Arbeitskreis soll Konzeptideen für den Musikschulbeirat erarbeiten.

WESEL Weil sich Eltern und Mitglieder des Musikschul-Fördervereins massiv beklagt haben, dass sie von der Politik nicht im Vorfeld über die geplanten Einsparungsmaßnahmen (Umwidmung einer Stelle und die Erhöhung von Beiträgen) informiert wurden, haben CDU und SPD in einem gemeinsamen Antrag an die Verwaltung die Gründung eines Arbeitskreises beantragt. Stimmt der Rat zu, soll der Arbeitskreis ab Anfang 2016 tätig werden. Für die Gründung der Arbeitsgruppe hat sich bei der jüngsten Beiratssitzung auch Elternvertreterin Ann Kristin Olfen ausgesprochen.

Ist ein Arbeitskreis tatsächlich nötig oder könnte man nicht im Beirat an Zukunftsplänen für die Musik- und Kunstschule basteln?

Olfen In einem kleinen Kreis - jede Gruppe entsendet nur einen Vertreter - kann man schneller und konstruktiver arbeiten. Hinzu kommt, dass es für acht Personen leichter sein wird, einen Termin zu finden, als den Beirat in voller Stärke einzuberufen.

Kritik gab's von Ihnen unter anderem daran, dass im Kulturausschuss die Bedenken des Beirates zur Art und Weise der Einsparungen nicht weiter thematisiert wurden. Dabei sind auch Ausschussmitglieder im Musikschulbeirat aktiv. Warum haben die nichts gesagt?

Olfen Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es künftig anders werden soll. Die Eltern und der Förderverein wollen eine konstruktive und respektvolle Zusammenarbeit aller. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Uns ist klar, dass die Stadt sparen muss und alle Bereiche betroffen sind. Aber wir möchten in der Arbeitsgemeinschaft nach Wegen suchen, wie Geld gespart werden könnte, ohne aus festen Lehrerstellen Honorarstellen zu machen oder Elternbeiträge zu erhöhen. Wir haben nämlich Bedenken, dass Qualität und Attraktivität der Schule leiden könnten. Und das möchten wir verhindern.

Gibt es schon Ideen, wie die Musikschule fit gemacht werden kann für die Zukunft?

Olfen Noch gibt es nichts, was spruchreif wäre. Im Arbeitskreis sollen ja Ideen entwickelt werden, über die dann im Beirat diskutiert und entschieden wird.

KLAUS NIKOLEI FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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