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Wesel
Verkehrsausschuss diskutiert über Verbot von Wildtieren im Zirkus

Wesel. Im Sommer haben 90 Weseler in einer Petition gefordert, Zirkusunternehmen, in denen wilde Tiere gezeigt werden, keine städtische Fläche mehr zur Verfügung zu stellen. Und nicht nur das. Die Unterzeichner des Bürgerantrages wollen, dass in Wesel künftig ein generelles Verbot für Zirkus-Wildtiere durchgesetzt wird. In die ähnliche Richtung geht auch ein Antrag der Grünen, in dem es außerdem heißt, dass Plakatwerbung an Straßen und Plätzen nur den Zirkusbetrieben gestattet werden soll, die keine Wildtiere in der Manege zeigen. Im Rathaus hat man sich intensiv mit dem Thema befasst und geschaut, wie andere Kommunen mit dem Thema umgehen. Unter anderem sind Chemnitz und Darmstadt beim Versuch, Zirkusse mit Wildtieren bei der Platzvergabe auszuschließen, vor Gericht gescheitert. Lediglich das Verwaltungsgericht in München erachtet bislang ein Wildtierverbot für zulässig. Höhere Instanzen haben sich mit diesem Thema übrigens noch nicht beschäftigt. Deshalb geht die Weseler Verwaltung davon aus, dass nur durch ein Rechtsgutachten zu klären wäre, auf welcher rechtlichen Grundlage ein Wildtier-Verbot durchgesetzt werden könnte.

Heute wird über das Thema im Verkehrsausschuss diskutiert (Ratssaal, 16.30 Uhr). Ex-Ratsmitglied Wilhelm Theißen (CDU) hat eine ganz klare Meinung: "Da werden Existenzen hart arbeitender Familien zerstört. Plakatierung muss ein, um sich bemerkbar zu machen."

(kwn)
 
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