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Schermbeck
Viele tolle Erinnerungen an die Schulzeit

Schermbeck: Viele tolle Erinnerungen an die Schulzeit
Fürs Gruppenfoto positionierten sich die Ehemaligen wie auf dem Entlassfoto vor 40 Jahren. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Ehemalige Uefter Grundschüler feierten nach 40 Jahren ein Wiedersehen.

41 Jungen und Mädchen wurden 1977 aus der Uefter Nikolaus-von-Flüe-Grundschule entlassen. 28 ehemalige Uefter Grundschüler der beiden Entlassklassen 1a und 1b feierten jetzt in der Gaststätte Overkämping ein fröhliches Wiedersehen.

Die weiteste Anreise hatte Sabine Grote-Schepers aus Berlin. Zwei Drittel aller Schüler wohnen noch immer im niederrheinisch-westfälischen Grenzbereich. Lehrerin Marlies Baer, die am 1. August 1970 ihren Dienst in Uefte antrat, war zum Schluss Klassenlehrerin beider Klassen; auch sie nahm am Klassentreffen teil.

In geselliger Runde wurden Erinnerungen wach gerufen an das morgendliche Gebet vor dem Unterricht, an den Religionsunterricht bei Kaplan Bernhard Willing und an den Gottesdienst am Donnerstag in St. Ludgerus, nach dessen Ende die Kinder mit dem Bus zur Uefter Schule gebracht wurden. Den Unterricht in den Fächern Textilgestaltung und Musik erhielten beide Klassen von Walburga Dahlhaus. Das Rechnen brachte Günther Fahle der 1b bei, während die Junglehrerin Inge Veelmann die 1a den Umgang mit den Zahlen lehrte. Den Augenblick, als die blonde Inge mit schulterlangem Haar und einem zeittypischen kurzen Minirock aus ihrem Fiat X19 ausstieg, hatten die Ehemaligen in bester Erinnerung. Weil das Auto oft defekt war, fiel manche Unterrichtsstunde aus.

Ein Hallenbad gab es damals noch nicht in Schermbeck. Die Kinder wurden deshalb mit dem Bus nach Dorsten gefahren. Berthold Schmeing hatte fürchterlichen Bammel vor dem tiefen Wasser; bis heute kann er nicht schwimmen. Die Hagebuttensträucher auf dem Schulhof sorgten für reichlichen Juckpulvernachschub zum gegenseitigen Ärgern. An die Schildkröte in Uschi Beckmanns Bus erinnerten sich noch einige Ehemalige. Die Abschlussfahrt führte zum Biggesee und zum Freilichtmuseum in Hagen. Auf Winnings Hof in Uefte fand die Abschlussfeier statt. Nach der Entlassung aus der Grundschule wechselten 21 Schüler zur Hauptschule, elf zur Realschule und neun zum Gymnasium.

Im Erfinden von Strafen waren Lehrer häufig sehr erfinderisch. Als der kleine Berthold Schmeing das Wasser auf der Toilette so lange laufen ließ, bis es auf den nahen Sportplatz rann, musste er zur Strafe drei Tage lang das Kirchenumfeld säubern. Die Strafe hat dem weiteren Lebensweg des Rathausbediensteten nicht geschadet. Außerdem war er der einzige Ehemalige, der es bis zum Königsthron bei den Altschermbecker Kilianern geschafft hat.

(hs)
 
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