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Vogelgrippe-Verdacht bestätigt
21.000 Puten werden in Rees und Hamminkeln gekeult

Vogelgrippe: 21.000 Puten werden in Rees und Hamminkeln gekeult
Vogelgrippe: 21.000 Puten werden in Rees und Hamminkeln gekeult FOTO: Arnulf Stoffel
Hamminkeln, Rees. In einem Putenbetrieb in Hamminkeln im Kreis Wesel ist am Mittwoch die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Tausende Tiere müssen jetzt getötet werden. Auch in einem weiteren Stall in Rees im Kreis Kleve werden tausende Puten sicherheitshalber gekeult. Von Markus Balser und Antje Seemann

Insgesamt betrifft die Maßnahme 21.000 Tiere. Der Betrieb hat zwei Ställe in Hamminkeln-Mehrhoog und Rees-Haldern. Sie liegen nur etwa 300 Meter Luftlinie auseinander. Ausgebrochen ist die Vogelgrippe in dem Stall in Hamminkeln. Hier hat ein Tierarzt bei einer Routinekontrolle am Montag Proben genommen, am Dienstag auch ein Amtstierarzt des Kreises Wesel.

Ihr Verdacht, dass es sich um das gefährliche H5N8-Virus handelt, hat sich dann aus dem Kreis Kleve bestätigt. Die rund 13.000 Puten in dem Stall in Rees werden auf Verdacht getötet, denn durch die räumliche Nähe und den gleichen Betreiber gelten die Ställe als "epidemologische Einheit", heißt es. Erst Ende Dezember sind 16.000 Puten in einem anderen Betrieb in Rees gekeult worden, weil in dem Stall das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden war.

Die Straße L7, an der die Ställe liegen, bleibt bis Donnerstagabend für den Verkehr gesperrt. Die Sperrung gilt ab der Zufahrt Bahnhofstraße in beide Richtungen. Die Zufahrt zum Putenbetrieb ist seuchenschutztechnisch gesichert, sagt der Kreis Kleve. Im Umkreis von drei Kilometern gilt ein Sperrbezirk, im Umkreis von zehn Kilometern ein sogenanntes Beobachtungsgebiet.

In diesen Gebieten gelten Beschränkungen für Geflügelhaltungen: Geflügel muss im Stall gehalten werden und darf nicht transportiert werden – im Sperrbezirk 21 Tage ab dem letzten Geflügelpest-Nachweis, im Beobachtungsgebiet 15 Tage. Die Nutzgeflügel im Sperrbezirk werden regelmäßig untersucht.

Zudem gelten strenge  Regeln bei Stallhygiene, Reinigung und Desinfektion. In den Gebieten dürfen Hunde und Katzen nicht frei herumlaufen. Diese Tiere erkranken im Regelfall zwar nicht, aber sie können das Virus nach Kontakt weiter verbreiten. Außerdem darf kein Geflügel gejagt werden. Die Beschränkungen gelten bis auf weiteres.

In Rees gibt es insgesamt 170 Betriebe, die Geflügel züchten. 237.000 Tiere sind registriert. Im Raum Wesel sind 260 Betriebe registriert. 

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