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Schermbeck
Volksbank Schermbeck zieht positive Bilanz

Schermbeck. Das Gesamtkundenvolumen des Geldinstitutes steigerte sich 2015 um 5,6 Prozent auf 879 Millionen.

600.000 Euro Gewerbesteuer zahlte die Volksbank Schermbeck im vergangenen Jahr in die Gemeindekasse. Und das trotz erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das war die Kernbotschaft der beiden Vorstandsmitglieder Rainer Schwarz und Norbert Scholtholt auf dem Jahrespressegespräch.

Lösungskompetenz in Zeiten des Wandels zu beweisen, das hatte sich die Volksbank für das vergangene Jahr vorgenommen. "Das war ein hartes Stück Arbeit für unsere aktuell 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aber mit großem Erfolg erledigt wurde", sagte Scholtholt. Am deutlichsten wird dies beim Blick auf das Gesamtkundenvolumen. Es beschreibt die Geschäfte, die die Volksbank mit Mitgliedern und Kunden macht. Hier hat das Institut um 5,6 Prozent auf 879 Millionen Euro zugelegt. Es wurden also in der Region 47 Millionen Euro mehr Spargelder angenommen beziehungsweise Kredite vergeben und vermittelt. "Auch unsere Bilanzsumme ist weiter gewachsen", freute sich Scholtholt. "Wesentlicher Teil der Bilanz sind die Kundenkredite. 345 Millionen Euro waren das in 2014, und 360 Millionen Euro sind es jetzt zum Jahresende gewesen." Damit habe die Volksbank 4,3 Prozent mehr Investitionsmittel für die heimischen Unternehmen und Privatpersonen zur Verfügung gestellt.

Mit Blick auf die Margen und Erträge fiel Scholtholts Bewertung des Geschäftsjahres 2015 weniger gut aus. "Die Niedrigzinspolitik macht es uns allen nicht leicht." Umso wichtiger sei die intensive Kundenberatung, um die gesteckten Spar- und Vorsorgeziele zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund hob Norbert Scholtholt positiv hervor, dass das Bausparguthaben um 6,7 Prozent und das Anlagevermögen der Kunden der Volksbank Schermbeck in Fonds und Wertpapieren sogar um 18,5 Prozent angestiegen ist.

Die Volksbank hat derzeit 10.854 Mitglieder. Das sind rund 400 mehr als noch vor einem Jahr. "Damit tragen immer mehr Menschen Verantwortung dafür, dass sich die Region entwickelt, als Wohnort und als Standort einer starken, mittelständisch geprägten Wirtschaft", so Scholtholt.

Mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2016 verwies Rainer Schwarz auf die Diskrepanz zwischen dem politischen Handeln und der genossenschaftlichen Selbsthilfe der Menschen bei der Schermbecker Volksbank. "Seit 125 Jahren nehmen die Menschen hier in Schermbeck ihre Geschicke eigenverantwortlich und selbst in die Hand. Die aktuelle Bankenpolitik schmeißt uns nur Knüppel zwischen die Beine", sagte Schwarz. Er kritisierte insbesondere die Pläne der EU zur europäischen Einlagensicherung.

(hs)
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