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Wie Geht's, Wesel?
Wahrzeichen - wir verraten hier den Zwischenstand

Wesel. Viele Leser beteiligen sich an der Suche nach dem liebsten Wahrzeichen. Es gibt zur Halbzeit einen überraschenden Spitzenreiter - nach Ansicht des Autors allerdings völlig verdient. Die Aktion läuft weiter. Machen Sie mit!

Wir nähern uns der Halbzeit bei unserer Suche nach dem beliebtesten "Weseler Wahrzeichen". Ein Sieger zeichnet sich noch nicht ab: Bisher führt die Weseler Niederrheinbrücke auf Platz 1 ganz knapp vor der Zitadelle (Platz 2) und dem Berliner Tor (Platz 3). Überraschend gut liegen ferner die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Ginderich, die Rheinpromenade und das Wasserwerk. Erstaunlich wiederum ist, dass bisher verhältnismäßig wenige Leser ihre Stimme für den Esel und den Willibrordi-Dom abgegeben haben.

Natürlich ist diese Wahrzeichen-Suche nur ein Spiel, sind solche Rankings nie repräsentativ. Und doch sind sie lehrreich. Die zahlreichen Zuschriften unserer Leser, teilweise mit langen Begründungen und liebevollen Würdigungen, sind ja auch ein Zeichen der Zuneigung zur Stadt Wesel. Leserin Heidi Petzold etwa ist mit ihrem Mann aus Sachsen hierher gezogen, weil sie unbedingt am Rhein wohnen wollte. Deshalb sei ihr die Rheinpromenade Wesels das liebste Wahrzeichen. "Dieser große Fluss hat nun mal seit Jahrhunderten den Zauber von etwas romantisch Einzigartigem und wir haben ihn hier, in Wesel. Ich bin stolz darauf." Leserin Helga Wolsing nennt die Fusternberger Engelkirche als ihr liebstes Wahrzeichen, "erbaut auf alten Gemäuern und innen - vor allem die Fenster - wunderbar gestaltet." Einige Fans unter unseren Lesern hat natürlich auch der Wesel-Esel. Da gibt es Stimmen, die ihn zum "immateriellen Kulturgut" machen wollen. Andere plädieren für den Esel als Top-Wahrzeichen, weil er als Name unveränderlich mit der Stadt verbunden bleiben werde.

So wird diese Topliste der Wahrzeichen, die wir in wenigen Wochen nach Abschluss der Serie veröffentlichen werden, ein Anlass sein, über die Qualität der Gebäude in Wesel zu diskutieren, sich über Platzierungen zu streiten - und für manchen vielleicht auch Anlass, das eine oder andere Wahrzeichen neu zu entdecken. Eine Stadt, die man beim Durchfahren mit der Bahn oder dem Auto leicht als hässlich zu betrachten geneigt ist (und an der B 8 und der Bahnlinie ist Wesel nun wahrlich kein Schmuckstück), wird mit all den über die Stadt verteilten Wahrzeichen zum Schmuckstück. Eine Stadt ist eben immer mehr, als es der flüchtige Blick vermuten ließe.

Und was denn mein Wahrzeichen sei, fragt mich mancher Leser. Ein paar Serienteile stehen noch aus, aber mein Urteil scheint gefallen. Für mich ist die neue Niederrheinbrücke das Wahrzeichen Wesels. Weil sie, obwohl noch jung an Jahren, ein gigantisches Bauwerk ist. Weil sie - bei Nacht beleuchtet - imposant und majestätisch erscheint. Auch, weil sie die links- und rechtsrheinischen Stadtteile verbindet.

Wir sind gespannt auf Ihr liebstes Weseler Wahrzeichen. Schreiben Sie uns an wesel@rheinische-post.de, insbesondere dann, wenn Sie Wasserturm, Grav-Insel oder Keer Tröch zu einer höheren Platzierung verhelfen wollen. Alle liegen bei erst einer Stimme!

Quelle: RP
 
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