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Wesel
Apotheker warnen: "Keiner denkt an Grippe-Impfung"

Fragen und Antworten zur Grippe-Impfung
Fragen und Antworten zur Grippe-Impfung FOTO: dapd
Wesel. Michael Jilek, Sprecher der Weseler Apotheker, macht auf ein großes Problem aufmerksam: Die Grippesaison stehe vor der Tür. Und das beste Mittel, um sich vor der Grippe, auch Influenza genannt, zu schützen, sei eine Impfung. Der günstigste Zeitraum dafür sei ab jetzt bis Ende Oktober.

"Doch kaum einer reagiert, weil das schöne Wetter jeden Gedanken an Grippe vertreibt", beklagt der Apotheker aus Büderich. "Und dabei ist die Impfung so wichtig." Denn die echte Grippe beginne in der Regel ohne Vorwarnung und sei durch ein starkes Krankheitsgefühl und hohes Fieber gekennzeichnet.

Schwere Verläufe könnten sogar tödlich enden, warnt Michael Jilek und bedauert, dass sich hierzulande noch viel zu wenige Menschen durch eine Impfung schützen würden.

Laut einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts lag die Influenza-Impfquote bei Personen über 60 Jahren im Jahr 2013/14 bei 49 Prozent; bei chronisch Kranken im Alter von 18-59 Jahren waren sogar nur 23 Prozent geimpft. Die Weltgesundheitsorganisation fordert für Risikogruppen eine Impfquote von mindestens 75 Prozent.

Die mangelnde Bereitschaft zum Piks gegen die Grippe führt Jilek auf zwei Hauptgründe zurück. Zum einen werde die Grippe immer noch in ihrer Gefährlichkeit unterschätzt. Zum anderen befürchteten viele, die Impfung könne die Grippe selbst auslösen. "Das ist definitiv nicht der Fall", stellt Jilek klar. Er und seine Kollegen stehen Interessenten für Fragen zur Verfügung.

Quelle: RP
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