| 00.00 Uhr

Schermbeck
Was Cybermobbing bewirken kann

Schermbeck. Das Schultourtheater Bühnengold brachte Schüler-Realität auf die Bühne.

Im Rahmen ihrer schulischen Präventionsarbeit befasst sich die Gesamtschule Schermbeck regelmäßig auch mit dem Thema Cybermobbing, weil solche Fälle hin und wieder auch die Schüler an der Schlossstraße berühren. Finanziert wurde die Aufführung der Berliner "Mobilen Schultourtheater Bühnengold" dieser Tage vom Jugendamt des Kreises Wesel. In Zusammenarbeit mit Jugendleiter Patrick Bönki vom Schermbecker "YOU" und mit der Gesamtschule wurden die Rahmenbedingungen für die Aufführung geschaffen.

Zur Aufführung waren die Jungen und Mädchen des siebten Jahrgangs eingeladen. "Das Thema Mobbing wurde in den Klassenlehrerstunden vorbereitet", berichtete der Didaktische Leiter Peter Grotendorst und verwies darauf, dass es noch eine Nachbereitung geben wird. In dem Theaterstück "Klick & Kill" wurde das riesige Ausmaß unbedachter öffentlicher Anfeindungen sichtbar gemacht, gezeigt, wie Cybermobbing-Opfer permanent - meist anonym - terrorisiert werden von Tätern, die häufig aus Langeweile handeln und ihr Tun als witzig empfinden. Präsentiert wurden diese Mechanismen in der Story von Sarah und Marco, die zu Beginn als Schülerpaar auftraten. Die junge Liebe schien perfekt, bis im Internet plötzlich ein Foto von Sarah in aufreizender Pose erschien. Für Sarah, die nicht wusste, dass ein Hacker unterwegs war, stand fest, dass Marco das Bild gepostet hatte. Aus Rache verbreitete sie im Netz das Gerücht, Marco sei ein Bettnässer und habe sie vergewaltigt. Ende dieser üblen Nachrede: Marco bringt sich um.

Nach den Herbstferien wird in einigen Klassenlehrerstunden das Thema Cybermobbing vertieft. Dabei kann umfangreiches Infomaterial genutzt werden, das von den Berliner Theaterleuten zur Nachbereitung zur Verfügung gestellt wurde.

(hs)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schermbeck: Was Cybermobbing bewirken kann


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.