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Wesel
Was für mich zu Weihnachten gehört

Wesel. Welches Lied, welcher Film, welches Essen ist untrennbar mit Weihnachten verbunden? RP-Redakteurin Julia Lörcks erzählt es. Von Julia Lörcks

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Weihnachtsmusik war lange Zeit kein Thema für mich. Sie war da, das war gut, mehr aber auch nicht. Heute, da meine Tochter zwei Jahre alt ist und super gern singt, sieht das anders aus. Nach der Herbst-CD mit Liedern wie dem Kartoffel-Song oder Sankt Martin läuft seit vier Wochen die Weihnachtsplatte rauf und runter. Die 30 besten Weihnachts- und Winterlieder sollen darauf zu hören sein – so verspricht es zumindest das Cover. Und tatsächlich werden sowohl traditionelle Stücke ("O Tannenbaum" oder "Stille Nacht, heilige Nacht") als auch moderne Klassiker ("In der Weihnachtsbäckerei" oder "Hurra, es schneit") allesamt sehr, sehr schön und kindgerecht vorgetragen. Noch schöner ist es aber, wenn meine kleine Maus fragt: "Mama, singen?" Sie selbst findet "Eine Muh, eine Mäh" am besten.

Gucken

Weihnachten ist Familienzeit. Aber ab und an gönne ich mir auch eine Auszeit vor dem Fernseher. Weil mein Mann und ich "Tatort"-Fans sind, gehört die Weihnachtsausgabe zum Pflichtprogramm. Toll: Am zweiten Weihnachtstag kommt Köln (klassisch) und nur einen Tag später ein neuer Fall für Ulrich Tukur (wunderbar). Seit einigen Jahren verbinde ich Weihnachten aber auch mit "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Und ich freue mich schon jetzt wie Bolle auf das Märchen, das Heiligabend, 12.10 Uhr im Ersten, 14.35 Uhr im WDR, 20.15 Uhr auf Einsfestival, 21.15 Uhr im rbb, am 25. Dezember, 8.30 Uhr auf BR, 9 Uhr, NDR, 20.15 Uhr, MDR, 26. Dezember, 9 Uhr, rbb oder 17.45 Uhr, MDR, läuft. Wann ich den Kultstreifen schaue, weiß ich noch nicht. Vielleicht auch einfach an allen Terminen.

Schmecken

Das Weihnachtsessen ist für mich ein Experiment. Zumindest sagt das meine Mutter Jahr für Jahr, wenn sie an Heiligabend ihr Drei- bis Vier-Gänge-Menü auftischt. Das besteht in der Regel aus Altbewährtem wie Rehbraten an Rotkohl, heißen Pfirsichen mit Preiselbeeren und Kartoffeln sowie Eistannenbäumen zum Nachtisch. Und eben auch aus einem Experiment. Gerne auch zwei oder drei. "Ich habe mal wieder was ausprobiert, etwas Neues, ich weiß nicht, ob es schmeckt", sagt sie dann. Wird es, da bin ich mir ganz, ganz sicher. Erste Überlegungen für den kulinarischen Versuch gab es bereits vor zwei Wochen. Da blätterte meine Mutter im Landwirtschaftlichen Wochenblatt und suchte nach den Weihnachtsmenüs. Von einer Maronensuppe war dort zu lesen. Oder von Kartoffel-Sellerie-Plätzchen. "Landfrauenküche ist Weltklasse", würde mein Kollege Klaus Nikolei sagen. Ich stimme ihm da blind zu.

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