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Wesel
Was Wesel Kulturliebhabern bietet

Wesel. Im Kulturausschuss wurde der neue Theater- und Konzertspielplan vorgestellt. Die Eintrittspreise für die Aufführungen im Bühnenhaus werden mit Beginn der neuen Saison im Sommer erhöht. Der Rat hatte im Mai 2015 so entschieden. Von Klaus Nikolei

Noch vor Ostern wird die Stadt einen Flyer mit dem neuen Theater- und Konzertspielplan herausbringen. Die Highlights des durchaus anspruchsvollen Programms, für das es ab Juni Karten gibt, hat jetzt Bühnenhaus-Leiter Paul Borgardts im Ausschuss für Kultur- und Stadtmarketing vorgestellt. Dabei verschwieg er nicht, dass nun die im Mai 2015 vom Rat beschlossenen Preiserhöhungen umgesetzt werden. "Ich denke, das ist kommunizierbar", so Borgardts.

Es fällt auf, dass verstärkt in der Studioreihe "Bühnenwelten" Stücke mit politischen Hintergründen (u.a. "Wie Europa gelingt - Eine EU-FAmilienaufstellung") gezeigt werden. "Die Theater und Künstler wollen die gesellschaftliche Realität aufgreifen und in den Stücken verarbeiten", so Borgardts, der gleichzeitig versprach, dass auch "die Unterhaltung nicht zu kurz kommt".

Dass die Zusammenarbeit mit dem Kultursekretariat Gütersloh fortgeführt wird und so unter anderem auch Produktionen für Kinder- und Jugendliche nach Wesel geholt werden, die ohne Förderung nicht hätten finanziert werden können, fand unter anderem den Beifall des Ausschuss-Vorsitzenden Norbert Meesters. Der SPD-Mann lobte auch das Engagement der Weseler Bauvereins, der dafür sorgt, dass das Projekt "Jedem Kind ein Theaterstück" fortgesetzt wird. "Wenn Kinder heute nicht früh mit dem Theater in Kontakt kommen, werden sie das als Erwachsene auch nicht tun", ist Meesters überzeugt.

Lobende Worte für den "sehr guten Mix" fand auch Volker Haubitz (CDU). "Dass die Tourneetheater aus München, Hamburg oder Berlin seit Jahren zu uns kommen zeigt, dass sie hier sehr gut aufgenommen und betreut werden."

Comedy- und Kabarettfreunde dürfen sich ab September auf viele Sonderveranstaltungen freuen. Die sind zwar etwas teurer, weil nicht durch Steuergelder subventioniert, doch werden die Fans von Knebels Affentheater, Johann König, Frank Goosen, Sebastian Pufpaff & Co. für ausverkaufte Vorstellungen sorgen.

Im Schauspiel-Abonnement gibt es unter anderem "Backbeat - Die Beatles in Hamburg", "Der gute Mensch von Sezuan" und Schillers Klassiker "Die Jungfrau von Orleans". Das Berliner Theater am Kurfürstendamm zeigt "Der Kredit" mit Ilja Richter in der Hauptrolle.

Liebhabern von Boulevardstücken werden Komödien wie "Ziemlich beste Freunde", "Kerle im Herbst" oder "Zwei wie wir" geboten.

Mehrere Kammer- und Orchesterkonzerte dürften auch anspruchsvolle Besucher erfreuen. So präsentiert beispielsweise die Neue Philharmonie Westfalen Ende November Melodien aus den Südstaaten.

Auch für Kindergartenkinder (unter anderem "Der kleine Rabe Socke"), Grundschüler (beispielsweise "Jim Knopf" und Michael Endes "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch") sowie Heranwachsende ("Supertrump", "5 Freunde erforschen die Schatzinsel", "Taksi to Istanbul") wird in der neuen Spielzeit wirklich einiges geboten.

Das Bühnenhausprogramm gibt es unter www.wesel.de

Quelle: RP
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