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Hamminkeln
Was wünschen Hamminkelns Familien?

Hamminkeln: Was wünschen Hamminkelns Familien?
Familie Bollman geht in Hamminkeln auf Shoppingtour: Tante Zoe Bollmann mit Ian und seiner Mama Christina Bollmann (v.l.). FOTO: Kempken
Hamminkeln. Die Gleichstellungsstelle im Rathaus wird eine Umfrage über die Bedürfnisse von Familien, Jugendlichen und Kindern durchführen. Es geht dabei um die Themen Bildung, Freizeit und Betreuungsangebote. Von Thomas Hesse

Gestern hat die Stadtverwaltung ihre Fragebogenaktion für junge Familien, Jugendliche und Kinder in Hamminkeln vorgestellt, die repräsentativ in allen sieben Stadtteilen bis Ende Juni durchgeführt wird. Ziel der Aktion ist, die Stadt besonders unter dem "gleichstellungsrelevanten Fokus der Bedürfnisse von Kinder und Jugendlichen sowie den sogenannten neuen Familienmodellen zu untersuchen und noch attraktiver zu gestalten", wie es hieß. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den vorhandenen Freizeitangeboten, Bildung, Betreuung, Einkaufsmöglichkeiten und der gesundheitlichen Versorgung sowie der Erreichbarkeit der entsprechenden Einrichtungen. "Die Ergebnisse können helfen, Hamminkeln noch attraktiver zu gestalten", sagte Gleichstellungsbeauftragte Stefanie Werner. Als ländliche Kommune sei man gut aufgestellt, man wisse aber, dass viele vorhandene Angebote nicht bewusst oder nicht bekannt seien.

Bürgermeister Bernd Romanski, Stefanie Werner und Melanie Brown, Studentin im Praxissemester des Studienganges "Gender and Diversity" an der Hochschule Rhein-Waal, stellten die Fragebogenaktion vor. Sie wird gleichzeitig Teil der Bachelorarbeit der 25-Jährigen aus Wesel sein.

Es geht dabei besonders um Kinder und Jugendliche und die Bedürfnisse in den unterschiedlichen Familienmodellen, zum Beispiel Ein-Eltern-Familien oder Patchworkfamilien. Zehn Prozent der Hamminkelner Haushalte werden angeschrieben, Vereine, Kitas, Grundschulen und die Gesamtschule unterstützen die umfangreiche Aktion. Zudem kann die Befragung online auf der städtischen Homepage (www.hamminkeln.de) heruntergeladen werden. Natürlich gehören soziale Netzwerke wie Facebook zu den Kontaktplattformen. Aktionsende ist 1. Juli, Fragebögen können in Sammelboxen der Kitas und Schulen, im Jugendzentrum Juze (Diersfordter Straße 34a) und im Rathaus deponiert werden.

Gefragt wird - unterschieden für junge Leute bis 15 Jahre sowie Elternteile und Familien - nach der Nutzung von Angeboten, Fragen der Mobilität, um diese erreichen zu können, und Entlastungsmöglichkeiten für die jeweils Befragten. Es geht am Ende darum, welche Bedürfnisse insbesondere die neuen Familienmodelle haben und welche Verbesserungen nötig sind. Romanski will durch die Befragung mehr "Tiefgang" beim Wissen über die Angebote erhalten, aber auch konkrete Schlüsse ziehen für das Vereinsleben, Betreuung in den Dörfern und Information darüber sowie für die Entwicklung des Wohnungsbaus. Daran wird, wie berichtet, gerade gearbeitet als eine der lokalen Kernaufgaben für die Zukunft.

Quelle: RP
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