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Hamminkeln
Weg frei für Verträge zu Polderflächen

Hamminkeln. Issel-Hochwasser: Der Hauptausschuss bestätigte den Kurs des Verwaltungschefs.

Der Hauptausschuss hat einstimmig den Weg frei gemacht, damit die Verwaltung Eigentümererklärungen einholen kann, um Verträge über Polderflächen an der Issel abzuschließen. Wie berichtet, hatte Bürgermeister Bernd Romanski mit Nachdruck die Übereinkunft mit Flächenbesitzern an der Issel betrieben, dort Überschwemmungsflächen im Fall eines Hochwassers einzurichten. Hierhin sollen die Fluten aus der Issel abgelassen werden können, um es später bei niedrigem Pegelstand wieder zurückfließen zu lassen.

Während der Hochwasser im Juni war es bereits zu Deichdurchstichen - etwa im Bereich Vierwinden - gekommen. Durch das abfließenden Isselwasser ebbte die Scheitelwelle schlagartig ab. Allerdings hatte die teils eigenmächtige Hamminkelner Aktion zu Kompetenzproblemen mit den Oberbehörden geführt. Auch jetzt sind die praktischen Folgen der Verträge unklar. Die Vereinbarungen werden zwischen Stadt und Eigentümern geschlossen - sozusagen als Vorbereitung für den Ernstfall. "Die Umsetzung und Entscheidung liegt beim Kreis und anderen Behörden", sagte Romanski, der mit seinem entschlossenen Handeln bei den Hochwassern erheblich angeeckt war.

In einer ersten Verhandlungsrunde mit Flächeneigentümern hat es starke Resonanz gegeben. 90 Prozent der Eigentümer waren bei dieser Versammlung anwesend. "Die Bereitschaft Polderflächen zur Verfügung zu stellen, war groß. Sinn macht es nur, wenn alle Eigentümer zustimmen", sagte der Verwaltungschef. Nun wolle man Stück für Stück die nötigen Verträge schließen.

(thh)
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