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Hamminkeln
Weiterer Schritt für Gesamtschul-Ausbau

Hamminkeln: Weiterer Schritt für Gesamtschul-Ausbau
Die Gesamtschule in Hamminkeln: hier soll ausgebaut werden. FOTO: Thomas Hesse
Hamminkeln. Spätestens zum Schuljahr 2022/23 soll in Hamminkeln das Raumprogramm umgesetzt werden können. Für die Grundschule Mehrhoog soll es ein 22.500 Euro teures Gutachten geben. Wird es einen Neubau geben? Von Thomas Hesse

Der Zug zur Erweiterung der Gesamtschule am Standort Rathausstraße in Hamminkeln nimmt pünktlich Fahrt auf. Einstimmig nahm der Bauausschuss gestern den Vorschlag der Verwaltung an und machte damit den Weg frei, dass die Zeitschiene eingehalten werden kann, spätestens zum Schuljahr 2022/23 das Raumprogramm umsetzen zu können. Jetzt geht es an die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen, wobei die Form der Vergabe "relativ große Steuerungsmöglichkeiten hat", so Verwaltungsbereichsleiter Payer. Die Politik sieht es gerne, wenn auch heimische Betriebe Aufträge erhielten. Das wurde in einigen Wortbeiträgen deutlich.

Der Ausbau der Gesamtschule ist mit einem Neubau verbunden. Im Bereich der Rathausstraße - dort stehen heute eine Radabstellanlage, WC-Gebäude und eine Trafo-Station - wird ein Gebäude errichtet, um die Unterstufe unterzubringen. Der Charme der vorgestellten Lösung liegt darin, dass Baurecht besteht, das Grundstück vorhanden ist, ein städtebaulich verträglicher Entwurf realisiert werden kann und der Baubetrieb die schulischen Abläufe weitgehend ungestört lässt. Payer betonte auch, dass mittels einer Verbindung der Gebäudeteile ein neuer Haupteingang statt der bisher versteckten Ecksituation entstehen soll. Die Grundidee sei die Zuordnung wie bei einem Campus.

Die Fragen rund um Sanierung oder Neubau der Grundschule Mehrhoog wird nun ein 22.500 Euro kostendes Gutachten klären. Das gab die Verwaltung zur Kenntnis. Michael Möllenbeck (SPD) fand das schlicht "Klasse". Johannes Flaswinkel (Grüne), der am Landtagswahltag in der Kreuzschule tätig war, sprach von einer Erfahrung, dass man dringend tätig werden müsste. Aber: "Die letzte Frage wird mit dem Gutachten auch nicht beantwortet werden können." Das zielte auf die politische Entscheidung ab, die am Ende der Untersuchungen steht.

Vier Varianten sind nun im Expertenblick: Neubau am Standort Halderner Straße, Neubau an der Bonhoefferstraße neben der offenen Ganztagsschule; Teilsanierung der alten Schule und Teilneubau am jetzigen Standort; Abriss und Neubau am Standort. Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) hielt schon mal fest, was er von den Risiken einer Sanierung hält: "Bei einer Sanierung wissen wir die Kosten erst bei der Schlussrechnung." Fördergeld für Mehrhoog ist derzeit nicht in Sicht. Um den Stand der Dinge bei verschiedenen Projekten ging es in der abschließenden Fragerunde. Die Bürgerbeteiligung für den verspäteten Ausbau der Krechtinger Straße in Dingden ist in der 25. bzw. 26. Kalenderwoche.

Im Anschluss folgt das Projekt Sachsenstraße. Die Hohe Straße mitten in Dingden ist jetzt in der Auftragsvergabe. Flaute herrscht an der hochwassergeschädigten Brücke Höingsweg. Die Baufirma sollte am Montag starten, bis heute ist sie nicht erschienen. Bei Versuchen, Kontakt mit der Firma aufzunehmen, ging die Verwaltung leer aus

Quelle: RP
 
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