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Kreis Wesel
Weniger Schüler an Förderschulen

Kreis Wesel. Die Leiter der fünf Förderschulen im Kreis Wesel haben in der jüngsten Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses aktuelle Entwicklungen an ihren Schulen vorgestellt. Insgesamt liegen die Schülerzahlen an den kreiseigenen Förderschulen im Schuljahr 2015/2016 mit 864 Schülern leicht unter den Zahlen des Vorjahres (880). Der Anteil der schwerstmehrfachbehinderten Schüler ist im Vergleich zum Vorjahr weiterhin rückläufig (157 Schüler in 2015/2016 gegenüber 179 Schülern in 2014/2015, das entspricht einem Minus von 12,29 Prozent). Alle Schulleiter kritisierten die eingeschränkte Personalwirtschaft des Kreises Wesel.

Sabine Lurtz-Petry dankte dem Kreis für seine gute Arbeit als Schulträger. "Uns ist klar, dass die derzeitige Situation durch die vorläufige Haushaltsführung bedingt ist. Halten Sie durch." Michael Overlöper (Schule am Ring, Wesel) wies darauf hin, dass seine Schule für das neue Schuljahr mit einer Überbelegung von 50 Prozent rechne. "Noch können wir alle Schüler unterbringen, aber wir haben bereits jetzt ein Platzproblem", so Overlöper. Ulrich Eversmann (Hilda-Heinemann-Schule Moers) fügte hinzu: "In meinen 26 Jahren als Schulleiter habe ich nie so eine Fluktuation der Schülerzahlen wie in den letzten acht Wochen erlebt. Die Hilda-Heinemann-Schule hat nun an die 200 Schüler. Viele davon leiden unter massivsten psychischen Erkrankungen." Eversmann und seine Kollegen bestätigten, dass trotz der Bemühungen zur Inklusion viele Schüler im 2. und 6. Schuljahr als "Rückläufer" an die Förderschulen zurückkehren.

Der Kreis unterhält vier Förderschulen mit dem Schwerpunkt emotionale und geistige Entwicklung, sowie die Erich-Kästner-Schule mit dem Schwerpunkt Sprache, Hören und Kommunikation.

Quelle: RP
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