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Schermbeck
Weniger Sonne, weniger Dividende

Schermbeck: Weniger Sonne, weniger Dividende
89 der insgesamt 436 Mitglieder beteiligten sich jetzt an der Generalversammlung der Schermbecker Energiegenossenschaft im Saal der Gaststätte Ramirez. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Die Schermbecker Energiegenossenschaft gewann im vergangenen Jahr 145 neue Mitglieder hinzu. Von Helmut Scheffler

"Die Sonne war uns nicht so hold", begründete Michael Redeker als Vorstandsmitglied der Schermbecker Energiegenossenschaft am Dienstagabend im Ramirez während der Generalversammlung der Genossenschaft die um ein Prozent niedrigere Dividende. Am Montag, 18. September, werden drei Prozent an die Mitglieder ausgezahlt.

Dass die Beteiligung an der Versammlung mit 89 Mitgliedern in diesem Jahr deutlich höher lag als im vergangenen Jahr, lag an den 145 Mitgliedern, die im vergangenen Jahr gewonnen werden konnten, als die Energiegenossenschaft ihr bisheriges Betätigungsfeld im Bereich der Solarenergie um Investitionen im Windkraftsektor erweiterte. Die Energiegenossenschaft hat jetzt 436 Mitglieder. Von den bisherigen Mitgliedern haben ebenfalls 145 Mitglieder von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Anteile zu erhöhen. Es konnten bis zu acht Anteile im Wert von jeweils 500 Euro erworben werden.

Michael Redeker berichtete von einem Überschuss in Höhe von 5165,42 Euro im Jahre 2016. Im Jahr zuvor betrug der Überschuss 7434,42 Euro. 4590 Euro werden als dreiprozentige Dividende ausgezahlt. 545,72 Euro werden den Rücklagen zugeführt.

Über die im vergangenen Jahr begonnene Beteiligung an den beiden Windkraftkonzentrationsanlagen am Lühlerheim und in Rüste berichtete Michael Redeker. Im Dezember 2016 zahlte die Genossenschaft für das Lühlerheimer Projekt ein Darlehen in Höhe von 750.000 Euro, für das Rüster Projekt im März dieses Jahres ein Darlehen in Höhe von 500.000 Euro.

Vorstandsmitglied Petra Menting begann ihren Vortrag mit einer Rückschau auf das Jahr 2010, als auf den Dächern der Firma Wißmann und der Gemeinschaftsgrundschule 532.000 Euro in Fotovoltaikanlagen investiert wurden. Für beide Standorte konnten die noch bis zum 30. Juni 2010 vorgegebenen höheren Einspeisevergütungen für 20 Jahre gesichert werden. "Beide Anlagen laufen einwandfrei im Rahmen der Kalkulation", versicherte Menting. Nach einem Vergleich der relativ hohen Stromerzeugung im Jahre 2015 mit der geringeren Menge im Jahre 2016 gelangte Menting auf der Basis der Produktion in den ersten Monaten des Jahres 2017 zu der Einschätzung, dass "2017 besser als 2016" ausfallen werde.

Im zweiten Teil ihres Vortrags befasste sich die Vorstandsfrau mit den Aktivitäten der Genossenschaft im Bereich der Windenergieanlagen. Die 39 Millionen Euro, welche die Genossenschaft investiert habe, gehörten zu den größten Investitionen in der Gemeinde Schermbeck. Ausführlich ließ Menting die Planungs- und Bauphasen für die Errichtung von insgesamt sieben Windkraftenergieanlagen Revue passieren. "Wir wollen die Hände nicht in den Schoß legen", stellte Menting fest. Unter dem Generalziel des Klimaschutzes werde sich die Genossenschaft bemühen, weitere Projekte im Bereich der Wärmeerzeugung und Mobilität zu realisieren.

Im vierköpfigen Aufsichtsrat standen Neuwahlen an. Bürgermeister Mike Rexforth und Andreas Hülsdünker wurden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Dem Aufsichtsrat gehören außerdem Johannes Wißmann und Norbert Scholtholt an.

Quelle: RP
 
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