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Wesel
Wenn das Korn geschnitten wird

Traditionelles Kornschneiden in Obrighoven-Lackhausen
Traditionelles Kornschneiden in Obrighoven-Lackhausen FOTO: Jana Bauch
Wesel. Es gibt diese Termine für uns Lokaljournalisten, da weiß man: Bilder werden mehr erzählen als Worte. In dieser Woche erreichte uns die Einladung des Heimatvereins Obrighoven-Lackhausen.

Einmal im Jahr veranstalten sie ihr Kornschneiden nach alter Art, Erntekönigin Nicole Kleinlangenhorst mit Throndamen und vielen Freunden holten auf den Feldern um Obrighoven das Getreide mit den Ähren ein. Unsere Foto-Journalistenschülerin Jana Bauch haben wir gebeten, die Arbeit fotografisch zu begleiten. Sie kam begeistert wieder - und hat uns diese Bilder mitgebracht.

Im Altenheim Kiek in den Busch werden nun aus dem Getreide Erntekronen gebaut. Mit heutiger Technik würde das Getreide schon auf dem Feld gedroschen. Für die Erntekronen ist also die traditionelle Ernte immer noch nötig. Nur kleine Hilfsmittel nutzten die Feldarbeiter, zwei Oldies waren im Einsatz: Ein Lanz Bulldog und ein gut 60 Jahre alter sogenannter Selbstbinder. Außerdem wurde ein Teil des Getreides mit Sichte und Pick in Handarbeit gemäht, anschließend zu Garben gebunden und aufgestellt.

So erzählen diese Bilder von einer Landwirtschaft, die verschwunden ist. Schön, wenn die Erinnerung daran in Obrighoven wach gehalten wird. Am Sonntag, 1. Oktober, 10 Uhr, zum Erntedankfest am Evangelischen Krankenhaus, kann man das Ergebnis der Kornernte bestaunen. Dann wird die Erntekrone aufgerichtet, später wird in der Reithalle an der Hohen Mark Gottesdienst und danach weiter gefeiert.

(sep)
 
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