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Wesel
Großbrand im Kieswerk - fünf Millionen Euro Schaden

Kieswerk in Wesel brennt in 30 Metern Höhe
Kieswerk in Wesel brennt in 30 Metern Höhe FOTO: dpa, mg htf
Wesel. In Wesel-Bislich ist am Donnerstagmorgen ein Großbrand in einer Kiesbaggerei ausgebrochen. Die Schäden sind so groß, dass Teile des Gebäudes einsturzgefährdet sind. Der Sachschaden liegt etwa bei fünf Millionen. Von Julia Lörcks und Aaron Clamann

Die Siebanlage des Kieswerks der Firma Holemans in Wesel-Bislich am Rhein stand am Donnerstagmorgen in Flammen. Die Baggerei liegt am Drögenkamp, laut Polizei ein Gebiet, in dem es wenig Verkehr und wenig Anwohner gibt. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Weil sich aber eine große, schwarze Rauchsäule bildete, wurden Luftmessungen durchgeführt. Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, wie Carsten Nienhaus von der Weseler Feuerwehr auf Nachfrage unserer Redaktion berichtete: "Wir haben keine grenzwertigen Belastungen festgestellt."

Nach ersten Recherchen ging der Notruf gegen 7.30 Uhr bei der Weseler Feuerwehr ein. Diese rückte mit einem Großaufgebot aus. Das Feuer war wohl bei Schweißarbeiten ausgebrochen. Sechs Mitarbeiter des Kieswerks hatten versucht, den Brand zu löschen, dann aber doch die Feuerwehr alarmiert. Insgesamt waren 50 Personen im Einsatz. Derweil waren schon große Rauchschwaden am Himmel zu sehen, Augenzeugen berichteten, dass die Rauchwolken bis kurz vor Goch zu sehen waren.

Am Einsatzort angekommen, löschte die Feuerwehr den in Brand stehenden Steuerungsturm sowie die gummierten Förderbänder. Weil sich in dem Gebäude Gasflaschen befinden, wurde das Feuer ausschließlich von außen gelöscht. Die Löscharbeiten gestalteten sich auch deshalb schwer, da der Brand in etwa 30 Metern Höhe ausgebrochen war und somit vom Boden aus nicht zu löschen war.

Das Feuer wurde noch am Morgen gelöscht, die Feuerwehr begann danach mit Nachlöscharbeiten. Das Gebäude darf nicht betreten werden. Der obere Teil des Werks ist einsturzgefährdet, die unteren Geschosse sind nicht beschädigt worden. Die Firma schätzte den Schaden vorläufig auf fünf Millionen Euro.

Bilder von den Löscharbeiten sehen Sie hier. 

Im April hatte die Firma Holemans 2,5 Millionen Euro investiert. Die Gelder waren unter anderem in eine Verladestation gegenüber der Kiesbaggerei geflossen. Wie stark der der gesamte Betrieb und die Produktion durch den Brand beinträchtigt wurden, stand am Donnerstagvormittag noch nicht fest.

(ac/jul)
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