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Interview Thomas Brocker
"Wesel braucht Wegeleitsystem"

Interview Thomas Brocker: "Wesel braucht Wegeleitsystem"
Citymanager Thomas Brocker ist stolz auf die neue Tourismus-Internetseite. FOTO: Malz, Ekkehart (ema)
Wesel. Der Citymanager hofft, dass die Stadt von dem Tourismuskonzept profitiert, das der Politik nun vorliegt.

WESEL Im Ausschuss für Kultur und Stadtmarketing ist jetzt das mit Spannung erwartete, mehr als 140 Seiten starke Tourismus-Konzept verteilt worden. Anders als die Politik, hat Citymanager Thomas Brocker den mit Analysen, Workshop-Ergebnissen, Visionen und Strategien gespickten Ergebnisbericht schon durchgearbeitet.

Die Politik sah sich im Ausschuss nicht in der Lage, wirklich etwas zu dem Konzept zu sagen.

Brocker Das ist auch verständlich. Denn die Politik hat den Ergebnisbericht erst in der Sitzung druckfrisch erhalten und erst jetzt die Gelegenheit, sich den Ergebnisbericht detailliert anzusehen, um dann die nötigen Fragen stellen zu können.

Sie aber kennen Konzept und Fazit.

Brocker Jeder kann sich das Konzept, das als Diskussionsgrundlage für die Politik dient, auf unserer nagelneuen Homepage www.wesel-tourismus.de anschauen. Vorgeschlagen ist ein Konzept mit einer mehrstufigen Gliederung mit Maßnahmen und Projekten, welches in einzelnen Schritten umgesetzt werden kann.

Wesel ist klamm bei Kasse. Was kann unter diesen Voraussetzungen tatsächlich realisiert werden?

Brocker Das Konzept hat drei Ebenen. In der ersten geht es darum, grundsätzliche Ziele zu erreichen.

Haben Sie ein konkretes Beispiel?

Brocker Es geht unter anderem darum, bei Standards aufzuholen beziehungsweise sie zu erfüllen. Im Vergleich zu anderen Städten fehlt in Wesel beispielsweise ein touristisches Wegeleitsystem, das Besucher zielgerichtet zu den Sehenswürdigkeiten geleitet. Dieses wurde während des Prozesses deutlich. Die zweite Ebene ist dann eine Profilierung in den Schwerpunktthemen "Natur und Aktiv", "Shopping und Kultur" sowie "Business".

Was muss man sich darunter ganz konkret vorstellen?

Brocker Unter dem Oberbegriff "Shopping und Kultur" soll zum Beispiel ein sogenanntes Erlebnispaket versucht werden, eine Verbindung zwischen dem sich neu ausrichtenden Preußen-Museum und dem Handel in der Innenstadt zu schaffen. In der dritten Ebene, mit einer sehr langfristigen Zielsetzung, geht es dann um mögliche Leuchtturmprojekte.

Sehr viel konkreter ist das Programm für die 775-Jahr-Feier Wesels 2016. Ab wann wird es beworben?

Brocker Wir starten damit langsam nach den Ferien auf unserer zweiten neuen Homepage: www.wesel775.de. Schon heute findet man darauf erste Infos sowie das 775-Logo, das die Weseler Werbeagentur Medienwolff erdacht hat.

Im Ausschuss wurde die Fotoausstellung des aus Wesel stammenden Kabarettisten Dieter Nuhr als Highlights vorgestellt. Welcher Programmpunkt gefällt Ihnen besonders?

Brocker Einen Punkt herauszupicken wäre unfair. Ich kann nur sagen, dass ich beeindruckt bin von der Fülle und Qualität der Vorschläge aus der Bürgerschaft zum Thema "Wesel? Schöne Stadt!"

KLAUS NIKOLEI FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
 
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