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Wesel
Wesel entdecken im Geoportal

Wesel: Wesel entdecken im Geoportal
Was gibt es wo in Wesel und was steckt dahinter? Unter www.geoportal-wesel.de werden Suchende fündig. FOTO: Jürgen Bosmann
Wesel. Klick für Klick vom Bebauungsplan zum Taxistand, vom Friseur zum Denkmal und vom Stolperstein zum Schiedsmann. Von Fritz Schubert

Zum Jubiläum 775 Jahre Stadt Wesel gibt es ständig etwas Neues. Beinahe unbemerkt blieb bislang ein Weihnachtsgeschenk der städtischen Informationstechnik um Horst Bohm. Die hatte nämlich schon zum Jahresende 2015 den Online-Stadtplan auf eine moderne Oberfläche umgestellt. Die Seite www.geoportal-wesel.de bietet unheimlich viel und wird ständig verbessert. Klick für Klick geht es vom Bebauungsplan zum Taxistand, vom Friseur zum Denkmal und vom Stolperstein zum Schiedsmann. Dabei lassen sich die Darstellungen blitzschnell umschalten. Von der herkömmlichen Straßenkarte zum Satellitenbild oder zum Radwegeplan. Insgesamt neun Varianten stehen zur Auswahl. Der Clou sind die Kategorien und ihre reichhaltig hinterlegten Informationen.

Bebauungspläne sind nicht nur für Fachleute von Nutzen. Im Geoportal kann sie jeder leicht einsehen und im Idealfall auch auf Fehler hinweisen. Zu entdecken ist unter "Planen, Bauen, Wohnen", welche Baugrundstücke zu verkaufen sind, wo es Parkplätze oder Bushaltestellen (inklusive Fahrplanauskunft) gibt und vieles mehr.

Allein zwölf Unterkategorien gibt es unter "Freizeit, Tourismus, Kultur". Ob Denkmal, Schule, öffentliche Toilette, Spielplatz oder Sportstätte: Alle wesentlichen Orte sind zu finden. Neu ist die Anzeige aller verfügbaren Unterkünfte. Ganz besonders interessant ist die Sparte "Historisches". Sie zeigt mit roten Fähnchen eine Vielzahl von Stellen auf der Karte an. Wer den Pfeil darauf legt, bekommt ein Datum angezeigt. Per Klick geht es weiter zu einer ersten Kurzbeschreibung des Ereignisses, um das es geht. Der nächste Klick auf wesel.de führt zum Stichtag-Eintrag, für den das Stadtarchiv verantwortlich zeichnet. Schon öffnet sich ein ausführlicher Bericht mit der Möglichkeit, eine dazugehörige Fotogalerie anzusehen.

Beispiel: Ein Fähnchen am Rhein verweist auf den 1. Februar 1902, an dem die Tribüne des Weseler Rennvereins auf der Römerwardt durch Starkwind beschädigt wird. Die wenigsten werden wissen, dass es überhaupt einen Rennverein in Wesel gegeben hat. Das Stadtarchiv weiß viel dazu. So erfährt man mit dem nächsten Klick, dass es schon am 29. Juni 1860 nicht nur ein Rennen, sondern auch noch weitere Vorführungen zu Pferde wie Spring- und Dressurreiten gab. In der zweiten Hälfte der 1890er Jahre gründeten Begeisterte einen eigenen Verein, der sich allerdings 1906 auflöste und in Vergessenheit geriet. Das Geoportal lässt ihn wieder aufleben.

Für Freunde der Stadtgeschichte ist allein die Kategorie "Historisches" eine wahre Fundgrube. Die Verknüpfung mit den Inhalten der städtischen Internetseite, den Daten von Wesel-Marketing und des VRR ergeben ein Gesamtpaket, das sich zu entdecken lohnt. Außerdem hilft es bei Verabredungen. Denn über eine Treffpunktfunktion haben Nutzer die Möglichkeit, eine E-Mail mit Link auf einen bestimmten Punkt im Stadtplan zu verschicken. Über diesen Link öffnet sich die Karte genau in der vom Absender auswählten Form.

Es gibt auch eine mobile Version des Geoportals für Smartphones. Allerdings ist diese nicht so detailreich. "Ein Test", sagt IT-Mann Bohm dazu, für den Verbesserungen ohnehin das tägliche Geschäft sind. "Wir sind für alle Anregungen und Hinweise dankbar." Wer dazu beitragen möchte, wendet sich an ihn unter horst.bohm@wesel.de.

Quelle: RP
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