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Wesel
Wesel erleben: Genuss mit allen Sinnen

Wesel. Gourmetfest "Wesel erleben", verkaufsoffener Sonntag, große Autoparade und "Feines vom Land". Ein Stadtbummel. Von Leonie Hohmann

Schlemmen und schlendern - das war am Wochenende in der Weseler Innenstadt angesagt. Das Gourmetfest mit Livemusik konnte sich - trotz wechselhaften Wetters - über zahlreiche Genießer freuen. Gestern sorgte außerdem der verkaufsoffene Sonntag, die große Autoparade und der Spezialitätenmarkt "Feines vom Land" für buntes Treiben.

Sand und Liegestühle schafften ein sommerliches Flair beim Gourmetfest rund ums Berliner Tor. Dass über diesen "Strand" auch mal die Regenschirme aufgespannt werden mussten, störte die Weseler wenig - sie blieben genussfreudig. Positive Bilanz zog Nils Schade vom Restaurant "Müllers Tag und Nacht", das eigentlich am Kornmarkt zu Hause ist: "Die Leute sind trotz Regen an allen drei Tagen gerne gekommen, wir hatten viel zu tun und die Livemusik hat auch gut eingeheizt. Hier bei den Cocktails war vor allem ,Lillet Wild Berry' der Kassenschlager."

Wer nun über die Hohe Straße in Richtung großer Markt bummelte, konnte den verkaufsoffenen Sonntag für kleinere und größere Einkäufe nutzen. Hier lockte auch die Autoparade, bei der Weseler Autohäuser die neuesten Modelle präsentierten. "Dass sich jetzt jemand ein Auto aussucht, morgen ins Geschäft kommt und den Wagen mitnimmt, glaube ich nicht", sagt Ralf Müller vom Autohaus Fett und Wirtz, "aber die Kunden können Probesitzen, fachsimpeln und optimal die Marken vergleichen."

Eine Menschentraube bildete sich auch vor dem Geschäft Lederwaren Franck, auf deren Catwalk Schulranzen, Businessmode, Handtaschen und Reisegepäck präsentiert wurde.

Am großen Markt angekommen, lockte die Produzenten-Initiative "Feines vom Land" mit regionalen Spezialitäten. Darunter war unter anderem Rainer Naroda (62) vom Schermbecker Forellenzentrum, der seine sogenannte U-Produktion erklärt: "Wir züchten vom Ei ab. Die Forellen bleiben dann 14 Monate bei uns im Betrieb und können in Ruhe wachsen. Uns gehört außerdem die Gahlener Quelle. Die Forellen schwimmen also nur in naturreinem Wasser und haben viel Platz in den Teichen." Das Räuchern auf dem großen Markt geht dann vergleichsweise schnell - bloß 60 Minuten über reinem Buchenmehl, dann sind die Forellen verzehrfertig. Es gab aber längst nicht nur Feines für den Gaumen: Bei Korbmacher-Meisterin Margret Schiffer aus Sonsbeck konnten Interessierte beispielsweise das Weidenflechten lernen. Das Erstlingswerk von Michaela Hemmers und Jörg Lensing - sie hatten einen Kerzenständer für den heimischen Garten gefertigt - konnte sich wirklich sehen lassen. "Ohne Anleitung wären wir aufgeschmissen, aber das hat wirklich Spaß gemacht. Da kann's auch schon mal länger dauern oder regnen, das ist egal", sagten die beiden Weseler nach der Bastel-Stunde.

Quelle: RP
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