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Wesel/Santo
Weseler bauen Solarpark in der Karibik

Wesel/Santo: Weseler bauen Solarpark in der Karibik
Thorsten Preugschas (r.) mit General-Energie-Solution-Chef Eric Tsai FOTO: Picasa
Wesel/Santo. Der erste Bauabschnitt eines 100-Millionen-Euro-Projekts in der Dominikanischen Republik wurde jetzt fertiggestellt. Von Klaus Nikolei

domingo Bei der Weseler Soventix GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Am Schornacker ist die Freude groß: Denn jüngst wurde das bislang größte Vorhaben der Firmengeschichte erfolgreich abgeschlossen. Der international tätige Projektentwickler von Solarparks hat in der Dominikanischen Republik unweit der Hauptstadt Santo Domingo den ersten Bauabschnitt eines insgesamt 100 Millionen Euro teuren Solarparks in Betrieb genommen.

"Sogar Staatspräsident Danilo Medina Sánchez war bei der Eröffnung der ersten Hälfte dieser für das Land so wichtigen Anlage dabei", sagt Soventix-Geschäftsführer Thorsten Preugschas. Die RP hat den Diplom-Ingenieur und Chef von 60 Mitarbeitern gestern telefonisch auf der Karibikinsel erreicht, gut 7500 Kilometer vom Niederrhein entfernt. Die Verbindung ist gut, der 51-Jährige in Plauderlaune. Er ist, wie er sagt, stolz darauf, den größten Solarpark in der Karibik errichtet zu haben und überzeugt, "mit dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur dringend benötigten Stromkapazität des Landes zu leisten und unsere Stellung in einem Markt mit enormem Wachstumspotenzial zu festigen".

Weil in Europa das Geschäft mit dem sauberen Strom aus Sonnenkraft schon seit Jahren nicht mehr funktioniert, hatte sich die Soventix GmbH vor einigen Jahren auf den internationalen Markt konzentriert. Genauer gesagt auf Länder mit hohen Energiekosten und vielen Sonnenstunden. "In der Dominikanischen Republik beispielsweise gibt es 320 Sonnentage im Jahr", sagt Preugschas. Er und seine Kollegen in den Tochtergesellschaften in Malaysia, den USA, in Kanada, Südafrika, in Chile und in der Dominikanischen Republik sind stets auf der Suche nach geeigneten Standorten für Solarparks. Unter anderem sind auch Projekte in Panama geplant. "Wir zahlen unsere Steuern aber in Wesel", sagt er und lacht.

In dem Karibik-Staat schien eine etwa 65 Fußballfelder große Weidefläche in Monte Plata, eine knappe Autostunde von Santo Domingo entfernt, ideal. "Wir haben dann die nötigen Genehmigung eingeholt und den Bau des Solarkraftwerks mit lokalen Subunternehmern realisiert, deren Mitarbeiter von uns trainiert und ausgebildet wurden", erklärt der Unternehmenschef. Sechs Monate haben die Arbeiten gedauert, an denen bis zu 300 Leute beteiligt waren. Durch den Betrieb der Anlage bleiben 22 Arbeitsplätze dauerhaft in der Region erhalten.

Investor und damit Auftraggeber war der taiwanesische Solarmodul-Produzent General Energy Solutions, der für den ersten Bauabschnitt Module im Wert von 25 Millionen Euro nach Monte Plata geliefert hat. Wann der zweite, etwa gleich große Bauabschnitt in Angriff genommen werden kann, steht nach Auskunft von Thorsten Preugschas noch nicht fest. Denn noch liegen die nötigen Genehmigungen nicht vor. Doch ist er guter Hoffnung, dass bald die nächsten 66.000 Solarmodule installiert werden können.

Quelle: RP
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