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Wesel
weselerleben.de schweißt zusammen

Wesel: weselerleben.de schweißt zusammen
Einzelhändler, Handwerker, Rechtsanwälte, Immobilienmakler - sie alle stehen schon für den Auftritt im Netz in den Startlöchern. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Das mit städtischer Hilfe angeschobene Projekt Online-Schaufenster nimmt Gestalt an. Bis gestern haben sich bereits 37 Händler, Dienstleister und Gewerbetreibende zusammengetan, um die Vielfalt Wesels im Internet zu präsentieren. Von Fritz Schubert

Über die Konkurrenz aus dem Internet schimpfen, das kann jeder. Das Medium aber für seine Zwecke nutzen und sich damit samt Geschäft am Ort besser behaupten, das ist zukunftsweisend. Das haben in Wesel schon viele erkannt und die Initiative für ein gemeinsames Marketing ergriffen. Ziel ist das Online-Schaufenster, mit dem sich die ganze Vielfalt der Stadt präsentiert. Es geht zwar erst im April unter www.weselerleben.de ins Netz, aber es zeigt sich schon ein Schneeballeffekt. Bei der Auftaktveranstaltung Mitte Januar haben sich von 17 Gästen 15 angemeldet. Bis gestern wuchs die Rumpfmannschaft auf 37 an. Die Zielgruppe umfasst Hunderte, denn jeder Händler, Dienstleister, Gewerbetreibende und auch Hersteller aus dem gesamten Stadtgebiet ist angesprochen und soll von dem Portal profitieren können. Wie Thomas Brocker (Wesel-Marketing) gestern bei einer Zusammenkunft der bisherigen Teilnehmer in der Stadtinformation am Großen Markt sagte, wird es zum Beispiel Anfang/Mitte März eine Veranstaltung beim Werbering Büderich geben.

In der Stadtinformation gaben sich gestern etliche bekannte Einzelhändler, Handwerker, Rechtsanwälte, Immobilienmakler und weitere Selbstständige ein Stelldichein. Sie alle versprechen sich viel von dem Auftritt, der Kundschaft nicht nur anlocken, sondern auch binden soll. "Das vor Jahren gehörte Argument, man bekäme in Wesel nirgendwo mehr Kurzwaren, stimmt nämlich nicht", sagte Brocker. "Es gibt sie wohl." Das Online-Schaufenster, mitgestaltet von medienwolff, hilft künftig beim Suchen: Produkt eingeben - die Plattform listet dann die Geschäfte auf, die es führen, und zeigt gleich die Routen dorthin an. An der Teilnahme interessierte Geschäftsleute haben die Wahl zwischen mehreren Paketen für ihren Auftritt zu Preisen von 120 bis 750 Euro pro Jahr.

In vielen Städten ist die Wirtschaft in ähnlicher Form unterwegs. Was Wesel auszeichnet, ist die Tatsache, dass die Stadt die Betriebe unterstützt. "Da ist nicht normal", sagte Ingo Egerlandt (Egerlandt und Söhne) anerkennend, der besonders das Gemeinschaftswerk schätzt: "Wir sind sowieso alle vernetzt. Das wird mit dem Online-Schaufenster noch einmal unterstrichen." Ihm fällt auch auf, dass keine Filialisten beteiligt sind, sondern allein ansässige Unternehmen, "die hier auch die Gewerbesteuer zahlen". "Nur wenn der regionale Markt lebt, können auch wir Umsätze machen", erklärte Immobilienmakler Kurt Oesterwalbesloh sein Mitwirken. "Das ist grundsätzlich positiv für den Weseler Einzelhandel", sagte Optiker Dirk Iserloh zum Online-Schaufenster. Martin Biesemann vom gleichnamigen Tischlereibetrieb und Beerdigungsinstitut baut darauf, dass mit dem Portal auch überregional bekannt wird, wie leistungsstark Wesel ist. "Das Interessante daran ist auch, dass im Jahr des Stadtjubiläums alle zusammenstehen."

Quelle: RP
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